Zahlreiche Fragen offen

Lidl-Pläne: Werden Lärm und Stau zum Problem?

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Bei der Einzelhausvariante könnten Glaswände zwischen den Gebäuden den Lärm abschirmen.

Obermenzing – Ein prominenter Standort und ein Pilotprojekt der Discounter-Kette Lidl: Doch die Pläne für das Wohn- und Geschäftshaus an der Verdistraße lässt noch zahlreiche Fragen offen...

Bald soll klar sein, wie es an der Verdistraße 84 bis 86 weitergeht. Die Discounter-Kette Lidl will noch im März einen Bauantrag für ein Wohn- und Geschäftshaus auf dem früheren McDonalds-Gelände (Hallo berichtete) einreichen. Das kündigten Lidl-Projektleiter Philipp Klausmann und Bert Hippmann von der Baufirma Redag bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Pasing-Obermenzing an. Noch sind allerdings viele Fragen offen. Die größten Knackpunkte: der Lärm von der Verdistraße und die Abwicklung des Lieferverkehrs.

Noch im März will die Discounter-Kette einen Bauantrag einreichen, wie Lidl-Projektleiter Philipp Klausmann (rechts) ankündigte.

Im Rahmen einer Bauvoranfrage prüft die Lokalbaukommission (LBK) der Stadt derzeit zwei Varianten: drei Einzelhäuser mit durchgehendem Erdgeschoss und alternativ eine Riegelbebauung. „Wir halten die Einzelhäuser für die charmantere Lösung“, sagt Hippmann. Allerdings habe die LBK gebeten, aus Lärmschutzgründen auch einen Entwurf mit Riegelbebauung einzureichen.

Problematisch könnte zudem die Anlieferung für den Supermarkt werden, der im Erdgeschoss geplant ist. Täglich müssten zwei bis drei etwa zwölf Meter lange Lastwagen von der Verdistraße rückwärts in eine Ladezone einparken, kündigt Klausmann an. Dadurch würden für kurze Zeit beide Fahrspuren blockiert. 

„Wir haben eine Verkehrszählung gemacht, um ein Zeitfenster zu finden, in dem ein Lastwagen rückwärts rangieren kann.“ Demnach sei es möglich, dass zwei Lastwagen gegen 6 Uhr die Frischwaren anliefern könnten. Beim dritten Laster sei man zeitlich flexibel. Eine Anlieferung über die Thuillestraße, wie BA-Mitglied Sigrid Kaschuba (Grüne) anregte, sei nicht möglich. Dort gebe es Probleme mit dem Lärmschutz. Zudem sei die Straße zu schmal dafür.

Wie die voraussichtlich 36 Wohnungen zugeschnitten sein werden, kann der Bauherr noch nicht sagen. Franziska Miroschnikoff (CSU) nutzte die Sitzung, um den Bedarf an Seniorenwohnungen einzufordern. Hipp­mann versprach: „Wir wollen einen Wohnungsmix anbieten. Aber wir müssen abwarten, was bei der Lokalbaukommission rauskommt.“ Wie lange das dauert, ist offen. „Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, so LBK-Sprecher Thorsten Vogel.

Andreas Schwarzbauer

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