Diese Discounter-Kette plant Wohnungsbau

Schluss mit Fast-Food-Gastronomie: Hier entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus

+
Die Visualisierung zeigt eine von zwei Varianten des künftigen Wohn- und Geschäftshauses mit Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen über einem Discounter-Markt.

Obermenzing – Endlich herrscht Klarheit: Die Discounter-Kette Lidl will auf dem früheren McDonalds-Gelände an der Verdistraße ein Wohn- und Geschäftshaus errichten

Das Geheimnis ist gelüftet: Auf dem lange leerstehenden früheren Mc​Donalds-Gelände an der Verdi­straße und dem Nachbargrundstück Ecke Thuillestraße will die Lidl-Kette zusammen mit dem Münchner Wohnbauentwickler Redag ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. Die Pläne wurden jetzt im Bezirks­ausschuss (BA) Pasing-Obermenzing vorgestellt.

Nach langem Leerstand an der Verdistraße 84 bis 86 ist nun klar, wie es weitergehen soll.

Die Grundstücke wurden im Sommer durch die Muttergesellschaft von Lidl, die Schwarz-Gruppe, erworben. Im November wurden bei der Lokalbaukommission Bauvor­anfragen für zwei Varianten eingereicht. Demnach ist auf der 2600 Quadratmeter großen Fläche Folgendes geplant: Im Erdgeschoss will die Discounter-Kette einen Markt mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche eröffnen und darüber auf zwei Etagen zwischen 30 und 36 Wohnungen bauen. Eine Variante sieht ein durchgängiges Obergesschoss vor. Als Alternative werden drei freistehende Aufbauten mit Wohnungen vorgeschlagen. Entstehen sollen Mietwohnungen mit ein und zwei Zimmern.Rund 75 Parkplätze für Kunden und Mieter werden in einer Tiefgarage mit zwei Untergeschossen geschaffen.

Der BA stimmt dem Projekt grundsätzlich zu. Allerdings fordern die Stadtviertelpolitiker, dass genügend Fahrradständer für Kunden und Bewohner angeboten werden und ein mindestens fünf Meter breiter, durchgehender Grünstreifen mit Bäumen rund um die Bebauung angelegt wird.

Zu den beiden möglichen Varianten gab es in der jüngsten BA-Sitzung keine einhellige Position. Constanze Söllner-Schaar (SPD) sprach sich für die Einzelhäuser aus: „Sie sind mir sympathischer, weil die Belichtung der Wohnungen besser ist.“ Willy Schneider (SPD) stimmte zu: Die Bebauung sei lockerer und es gebe mehr Grün. Frieder Vogelsgesang (CSU) wiederum meinte: „Die Riegelbebauung ist so verkehrt nicht. Aber beide Varianten haben Vor- und Nachteile.“ Das sah auch der Unterausschuss Bau so, der sich mit den Varianten intensiver auseinandergesetzt hat. Er schlug vor, die unmittelbaren Nachbarn zu befragen und erst dann eine Entscheidung zu treffen. Das Gremium folgte dieser Empfehlung einstimmig.

Der Zeitplan richtet sich aktuell nach der Dauer des Genehmigungsverfahrens. Geht es nach dem Bauherrn, könnten dieses Jahr die Bagger kommen. Die Bauzeit wird mit 18 bis 24 Monaten angegeben. Es wird in München das erste Wohn- und Geschäftshaus sein, das Lidl in dieser Form entwickelt.

ul/andy

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Erster Pop-up-Store der Bundeswehr in Pasing
Erster Pop-up-Store der Bundeswehr in Pasing
Eidechsen wichtiger als Kinder?
Eidechsen wichtiger als Kinder?
Freude über neues Schulhaus am Ravensburger Ring
Freude über neues Schulhaus am Ravensburger Ring
Gefahr am Radweg 
Gefahr am Radweg 

Kommentare