Chorgemeinschaft Leiden Christi feiert Jubiläum

100 Jahre voller Musik und Gemeinschaft

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Eberhard Spengler spielt Klavier und Posaune und singt seit über 50 Jahren in der Chorgemeinschaft von Leiden Christi.

Obermenzing – Möchte man die Musikrichtung der Chorgemeinschaft Leiden Christi in einem Wort beschreiben, wäre es vermutlich „besonders“ – Jetzt feiert die Truppe ihr 100-jähriges Jubiläum

1968: Während junge Leute auf der ganzen Welt zur Musik von Jimi Hendrix, den Beatles und Rolling Stones abrocken, entscheidet sich Eberhard Spengler anders: Er wird Mitglied der Chorgemeinschaft Leiden Christi – und bleibt dabei. Jetzt, nach 51 Jahren, organisiert der 72-Jährige zusammen mit weiteren Sängern das Festprogramm zum 100. Geburtstag der Gemeinschaft in diesem Jahr. Und er strahlt über das ganze Gesicht, wenn er sagt: „Ich freue mich drauf, auch wenn’s viel Arbeit ist. Aber das ist so ein einmaliges Fest.“

Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt der Obermenzinger Klavier und sang bereits als Schüler im Karls- und später im Rupprechtgymnasium im Chor. „Ich war immer schon der klassischen Musik verbunden“, erzählt er. Zu den Dingen, die ihn an der Chorarbeit seit Jahrzehnten so begeistern, gehört das Einstudieren und Aufführen großer Werke wie Verdis Requiem, „Die Schöpfung“ oder „Der Messias“ von Joseph Haydn. „Wenn man so etwas singen kann, sind das schon Höhepunkte.“

Und dann ist da noch etwas: „Es ist nicht nur ein Kirchenchor, der am Sonntag singt. Wir sind eine echte Gemeinschaft. Das ist für mich ganz entscheidend“, lobt er den Zusammenhalt im Chor mit derzeit rund 75 Mitgliedern im Alter zwischen 20 und 75 Jahren. „Das ist auch gut für die Nachwuchssuche. Es kommen immer junge Leute nach“, sagt der 72-Jährige.

Zu den unvergesslichen Momenten in über 50 Jahren Mitgliedschaft gehört für Spengler das erste Open-Air-Konzert der Chorgemeinschaft zum Jubiläum „1200 Jahre Menzing“ im Sommer 2017 mit zwei ausverkauften Veranstaltungen. „Und das wollen wir jetzt noch toppen“, kündigt er an: Im Jubiläumsjahr des Chors wird es erneut eine Open-Air-Aufführung geben, zudem drei weitere große Kirchenkonzerte. Dafür wird, wie üblich, im Schnitt zwei Stunden pro Woche geprobt. Dazu kommen einige Sonderproben an Samstagen und zwei Wochenenden. Aber wie gesagt: „Die Freude überwiegt, trotz aller Arbeit.“

Ursula Löschau

Das Festprogramm im Jubiläumsjahr

Eröffnet wird das Jubiläumsprogramm am Ostermontag, 22. April, mit der selten aufgeführten „Jubelmesse“ von Carl Maria von Weber. Beginn des Festgottesdiensts in der Kirche Leiden Christi an der Passionistenstraße ist um 10.30 Uhr bei freiem Eintritt.

Höhepunkt des Festjahrs soll eine Open-Air-Aufführung von Joseph Haydns „Schöpfung“ werden. Das Konzert findet am Samstag, 20. Juli, ab 19.30 Uhr vor der Kirche statt. Karten kosten 20, ermäßigt 15 Euro.

Das Herbstkonzert der Chorgemeinschaft mit Solisten und großem Orchester ist für Samstag, 23. November, geplant und steht auch ganz im Zeichen des Jubiläums. Zu hören sein wird die „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet ebenfalls 20, ermäßigt 15 Euro. 

Gratis ist dann wieder der Besuch des Abschlusskonzerts für Orgel und Trompete, das am Sonntag, 29. Dezember, ab 17 Uhr in die Kirche einlädt.

Der Vorverkauf findet ab sofort an jedem ersten Sonntag des Monats von 11.30 bis 13 Uhr im Pfarrheim an der Passionistenstraße 12 statt.

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