Münchens Fassadengestaltung

München: Eine bunte Stadt

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München: Doch auch für Hausfassaden gelten bestimmte Regeln.

Villa Kunterbunt: Nicht nur Pippi Langstrumpfs Haus verdient diesen Namen – auch so mancher Münchner trotzt mit einer farbenfrohen Fassade dem Novembergrau. Allen voran Franz Rebl. Der Malermeister besitzt in München sogar zwei kunterbunte Häuser, die er zusammen mit dem Künstler Carsten Kruse gestaltete. Während ein weiteres Objekt in Regensburg auf massiven Widerstand gestoßen war, verlief der Anstrich in München entspannter: „Ich habe nur positive Erinnerungen bei der Farbgestaltung meines Hauses am Oertelplatz“, so Rebl.

Für München gibt es keine eigenen Vorschriften zur Gestaltung von Hausfassaden. Sie wird im Artikel  8 der Bayerischen Bauordnung geregelt. Dort heißt es: „Bauliche Anlagen müssen nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe so gestaltet sein, dass sie nicht verunstaltet wirken.“ Außerdem dürfen Häuser das „Straßen-, Orts- und Landschaftsbild nicht verunstalten“.

Was das konkret heißt? „Das lässt sich nicht pauschal beantworten“, wie das Referat für Stadtplanung und Bauordnung mitteilt. Verunstaltung sei ein unbestimmter Rechtsbegriff, der von Fall zu Fall geklärt werden müsse. Die Richter müssen dabei feststellen, ob das ästhetische Empfinden des Durchschnittsbetrachters verletzt wird. Keine leichte Entscheidung, schließlich sind Geschmäcker verschieden. Fest steht aber: Steht das Haus nicht unter Denkmalschutz, sind Eigentümer bei der Fassadengestaltung weitestgehend frei. „Das wissen bloß die wenigsten“, sagt Rebl. Weitere Gründe, warum nur wenige Häuser bunte Farbklekse in das graue bis pastellfarbene Stadtbild bringen, liefert das Bauamt: „Manche Eigentümer wollen wohl dem Mieterwillen entsprechen und nicht bei den Nachbarn anecken“. Wird es nämlich jemandem zu bunt, droht Streit.
so

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