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„D’Würmtaler“ sorgen für Infotafeln

„Mesner", „Dappengapper" und Co.: Diese Häuser haben Namen

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Das Carlhäusl in Obermenzing bekommt auf jeden Fall eine Namenstafel. Es wurde 1726 erbaut und ist das letzte bestehende Tagelöhnerhaus im Würmtal. Seit 20 Jahren ist es das Vereinsheim der 228 Mitglieder vom Verein „D’Würmtaler Menzing“. Sie haben das Gebäude zuvor renoviert

Menzing - Die Geschichte des Viertels gerät schleichend in Vergessenheit - Ein Projekt des Menzinger Heimat- und Volkstrachtenverein soll das jetzt verhindern

Menzing - „Schmied“, „Mesner“, „Dappengapper“, „Untersackbauer“: Manche alte Hausnamen von Anwesen in Ober- und Untermenzing erklären sich bis heute fast von selbst, andere geben Rätsel auf. Was noch schlimmer ist: „Kaum jemand im Stadtteil kennt überhaupt noch die Hausnamen“, sagt Hans Menzinger (62), Vorsitzender des Heimat- und Volkstrachtenvereins „D’Würmtaler Menzing“, welcher heuer 40-jähriges Bestehen feiert. Für Menzinger der passende Anlass, um die Geschichte zahlreicher historisch wichtiger Gebäude in Menzing wieder in Erinnerung zu rufen. Das Projekt: Der Verein möchte für rund 80 Häuser Namenstafeln mit kurzer Chronik und Erklärung anfertigen lassen und diese dauerhaft an den betreffenden Orten anbringen. 

Hans Menzinger ist Vorsitzender des Heimat- und Volkstrachtenvereins "D'Würmtaler Menzing" und setzt sich für die alten Gebäude ein.

„Natürlich nur mit Genehmigung und in Absprache mit den Eigentümern“, betont Menzinger. Dazu hat er mit Unterstützung von Dorfschreiber Adolf Thurner 45 Adressen in Obermenzing und 36 in Untermenzing recherchiert, die nach dem sogenannten Urkataster von 1812 bereits damals existiert haben. Inzwischen wurden die heutigen Eigentümer dieser ehemaligen Höfe, Wohn-, Gemeinde- und Handwerkerhäuser angeschrieben und eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. 

„Um die Hürde so niedrig wie möglich zu halten“, erklärt der Initiator, „sollen für die Eigentümer keine Kosten entstehen.“ Stattdessen hat sich der Verein jetzt mit Zuschussanträgen an die Bezirksausschüsse Allach-Untermenzing (BA 23) und Pasing-Obermenzing (BA 21) gewandt. Dort kam die Idee in der jeweils jüngsten Sitzung auch gut an. Der BA 23 steuert wie beantragt 1000 Euro bei, der BA 21 bis zu 2000 Euro. Wie viel das Ganze kosten wird, hängt von der Resonanz ab, und die ist erst ab 1. Mai bekannt. Bis dahin sollen sich interessierte Besitzer von Häusern mit Namen zurückmelden. „Je mehr es sind, desto besser“, sagt Hans Menzinger. 

Angefertigt werden die Schilder aus witterungsfestem, transparentem Acryl­glas im DIN A4-Format. Die geschichtlichen Infos liefert Adolf Thurner. Das Ergebnis der Initiative soll beim Tag des offenen Denkmals am 9. September präsentiert werden. ul

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