Angerlohe: Aufklärung und pädagogische Ansätze anstelle von Leinenpflicht

Mehr Schutz durch Informationen

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Eine Leinenpflicht für Hunde soll es in der Angerlohe auch künftig nicht geben. Hundehalter und alle anderen Nutzer des Waldes sollen jedoch mehr über dieses Landschaftsschutzgebiet lernen.

Untermenzing – Wie lässt sich der Angerloh-Wald am besten schützen? Die Diskussion um die Leinenpflicht ist vom Tisch – Der neue Ansatz: Mehr Aufklärung und Information

Der Schutz des Angerloh-Waldes wird voraussichtlich in der Oktober- oder November-Sitzung des Bezirks­ausschusses (BA) Allach-Unter­menzing wieder auf der Tagesordnung des Gremiums stehen. Der Vorsitzende des Unterausschusses Umwelt, Falk Lamkewitz (Grüne), fordert ein Maßnahmenpaket aus Informationen und pädagogischen Angeboten für die Viertel-Bewohner und Nutzer des Waldes sowie die Einsetzung eines sogenannten Gebietsbetreuers und einer ehrenamtlichen Naturschutzwacht. Von einer Leinenpflicht für Hunde ist jedoch nicht mehr die Rede.

Anregungen lieferte ein Treffen mit Fachleuten der Unteren Naturschutzbehörde, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Forstverwaltung und des Baureferats der Stadt. „Die aufgezeigten Möglichkeiten wollen wir in Angriff nehmen“, kündigte BA-Chefin Heike Kainz (CSU) danach bereits an.

Schon jetzt gibt es Infotafeln.

„Gebietsbetreuer helfen durch Öffentlichkeitsarbeit, die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu schützen. Sie handeln durch gezieltes Ansprechen, Infostände und umweltpädagogische Arbeit mit Kindertagesstätten, Schulen sowie naturkundlichen Rundgängen für Erwachsene“, erklärt Ingo Trömer, Sprecher des Planungsreferats. Vorbild könne ein Projekt auf der Panzerwiese im Münchner Norden sein. „Ob es das richtige Modell für dieses Gebiet ist, sollte jedoch genau geprüft werden“, ergänzt er.

Kainz hat zudem die Idee, die an der Angerlohe ansässige Polizeihundestaffel in die Aufklärungskampagne mit einzubeziehen. Ausgangspunkt der Debatte war nicht zuletzt der Streit um eine Leinenpflicht für Hunde (Hallo berichtete). Dieses Thema sei vom Tisch, sagt Lamkewitz und erklärt: „Hierfür gibt es keine gesetzliche Grundlage.“ Nichtsdetotrotz sollen die angestrebten Maßnahmen auch Hundehalter ansprechen und stärker sensibilisieren.

Ursula Löschau

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