Neubau an der Theodor-Fischer-Straße löst Ängste aus

Keine Schule ohne Verkehrskonzept

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Bei der Erörterungsveranstaltung informierten sich rund 140 Anwohner über den geplanten Neubau. Öffentlich ausgelegt sind die Pläne unter anderem im Planungsreferat bis zum 26. Juni.

Untermenzing - Eine neue Schule? Selbstverständlich! Doch die fehlende Verkehrsregelung ist vielen Anwohnern ein Dorn im Auge - Hallo hat bei den Betroffenen und der Stadt nachgehakt

„Nichts gegen die neue Schule, aber erst braucht’s ein schlüssiges Verkehrskonzept.“ So lautet das Credo der meisten Anwohner bei der jüngsten Erörterungsveranstaltung zum Neubau einer Grundschule mit Sporthalle für 20 Klassen an der Theodor-Fischer-Straße. Bei 550 Schülern und Lehrern haben die Nachbarn Angst, dass es vor allem morgens zum täglichen Verkehrskollaps kommt. Einige kündigten notfalls Rechtsmittel an. „Gehen Sie davon aus, dass ich mir das nicht gefallen lasse“, so ein Anwohner.

Geplant sind eine fünfzügige Grundschule, eine Zweifach-Sporthalle mit Rasenspielfeld und ein Haus für Kinder (ganz re.) mit jeweils drei Krippen- und Kindergartengruppen für 100 Kinder.

„Es gibt ein Verkehrskonzept“, entgegnet Matthias Beck vom Planungsreferat. Dazu gehören 35 oberirdische Stellplätze und eine Tiefgarage mit 47 Parkplätzen sowie der Ausbau der Theodor-Fischer-Straße und des Pasinger Heuwegs jeweils mit beidseitigen Gehwegen im Umkreis der neuen Schule samt Haus für Kinder. Zudem werde geprüft, wie die Kreuzungen Theodor-Fischer-/Eversbuschstraße sowie Pasinger Heuweg/Mühlangerstraße leistungsfähiger gestaltet werden könnten. „Dort gibt es in der morgendlichen Spitzenstunde sonst Schwierigkeiten“, so Beck. Ansonsten seien Straßen und Knotenpunkte laut einem Gutachten in der Lage, den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen, erklärt Bernd Schmiedlau vom Planungsreferat. Zudem erwarten die Planer, dass ein Großteil der Kinder nicht mit dem Auto gebracht werde. Denn: Für die neue Schule werden die Sprengel im Stadtbezirk so geändert, dass sich das Einzugsgebiet auf die Viertel westlich der Würm konzentriert. „Damit können wir wirklich viele Kinder von dieser gefährlichen Eversbuschstraße wegholen“, hob Viertel-Chefin Heike Kainz (CSU) hervor, forderte aber auch: „Die Planung darf nicht an den Grenzen dieses Bebauungsplans enden.“

Die Bürger hatten dazu einige konkrete Vorschläge, welche die Vertreter der Stadt als Prüfungsaufträge mitnahmen. So wurde eine Taktverdichtung und Linienwegsanpassung der Buslinie 164 angeregt. 82 Parkplätze oberirdisch und in der Tiefgarage reichen nach Ansicht der Anwohner nicht aus. Zumal die Sportflächen abends und am Wochenende auch Vereinen offenstehen sollen und in der Schule eine Versammlungsstätte auch für bürgerschaftliche Veranstaltungen entstehen soll. Die Planer wollen nun die Stellplatzzahl erneut prüfen und klären, ob für das Rasenspielfeld eine Lärmschutzmaßnahme nötig ist – ebenfalls ein Wunsch der Bürger. „Wir schauen auch, wo Straßen ertüchtigt und Gehwege ausgebaut werden müssen“, komplettierte Steffen Kercher vom Planungsreferat die Hausaufgabenliste. Deren Bearbeitung im Übrigen eilt: Mitte 2019 soll Baubeginn sein, damit die Schule bis September 2021 fertig wird. ul

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