Untermenzing

Ekel-Ecke in Untermenzing: Anwohner fordern Kameras

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Untermenzing: Containerinsel an der Stieglstraße zieht Müllsünder besonders an.

Nur mit Widerwillen nutzen Gerhard Hielscher (69) und seine Frau Jutta Kliebe-Hielscher (65, Foto) noch die Wertstoffsammelstelle an der Ecke Stiegel- und Theodor-Fischer-Straße. „Das ist ein Schweinestall. Und es wird immer schlimmer“, sagt er und berichtet von „unzumutbaren Zuständen“. Rund um die Container werde permanent „säckeweise Hausmüll abgeladen“. Und nicht nur das: Sogar menschliche Exkremente lägen dort. „Remondis wollen wir gar keinen Vorwurf machen. Die leeren und reinigen regelmäßig“, sagt der 69-Jährige. „Was da passiert, können die gar nicht überwachen. Darum muss sich die Stadt kümmern.“ Das Untermenzinger Ehepaar fordert deshalb jetzt eine Kameraüberwachung. „Wenigstens eine Zeitlang. Damit man mal ein paar von den Saubären erwischt.“

Die Chancen auf eine Videoüberwachung durch die Stadt stehen allerdings schlecht (siehe Info).

Und dem Entsorgungsunternehmen Remondis sind erst recht die Hände gebunden: „Wir als Privatunternehmen dürfen auf öffentlichem Grund keine Kameras aufstellen“, sagt Sprecher Michael Schneider. Dabei könne er „den Ärger der Bürger gut verstehen“. Tatsächlich werde an der Containerinsel an der unbeleuchteten Stieglstraße „auffällig oft“ Rest- und Sperrmüll abgelagert. Ein Problem, das auch in anderen Stadtrandbezirken vorkomme. „Wir vermuten, dass Leute aus dem Umland auf dem Weg zur Arbeit in München ihren Verpackungsmüll dort abladen“, sagt Schneider. „Man kann es nicht genau quantifizieren. Aber die Häufigkeit ist offensichtlich.“ul

Wo Kameras möglich sind

Das Kreisverwaltungsreferat kann eine Videoüberwachung nur in Ausnahmefällen genehmigen. Das wäre laut Sprecher Johannes Mayer zum Beispiel der Fall, „wenn am Standort des Wertstoffcontainers regelmäßig Straftaten im Sinne von Paragraph 326 Strafgesetzbuch (zum Beispiel illegale Abfallablagerungen, die Gift und übertragbare Erreger auf Mensch und Tier enthalten oder explosionsgefährlich sind) oder Ordnungswidrigkeiten von erheblicher Bedeutung (im hohen Bußgeldbereich) verwirklicht würden.“

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