Die Würm soll attraktiver werden

Aufwertung gefordert: BA diskutiert Renaturierungsmaßnahmen bei der Blutenburg

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Frieder Vogelsgesang vor der Kirche St. Wolfgang an der Pippinger Straße.

Obermenzing - Den Bereich verschönern, den Verkehr beruhigen, die Würm renaturieren - Viertelpolitiker diskutieren Maßnahmen zur Aufwertung des Viertels

Die Würm südwestlich der Blutenburg soll einen zusätzlichen Seitenarm bekommen und der Verlauf der Pippinger Straße soll geändert werden. Das fordert der Bezirks­ausschuss (BA), um den Bereich zwischen Pasing und Obermenzing aufzuwerten. Die Stadtteilpolitiker glauben dem Wasserwirtschaftsamt nicht, dass eine Renaturierung der Würm in diesem Bereich aus Gründen des Hochwasserschutzes und wegen der Fließgeschwindigkeit an dieser Stelle nicht möglich sei. 

Frieder Vogelsgesang (CSU) meint: „Ich bin ganz sicher, dass es Lösungsansätze gibt.“ Klement Bezdeka (FDP) verweist auf einen Abschnitt in Gräfelfing: „Am Anger ist die Fließgeschwindigkeit deutlich höher und man hat trotzdem eine Renaturierung hinbekommen.“ Deshalb fordert der Bezirksausschuss die Stadt einstimmig auf, sich weiter für die Schaffung eines Seitenarms dort einzusetzen. Im Zusammenhang mit diesem Projekt will die Mehrheit des BA dann auch die Pippinger Straße auf Höhe der Kirche St. Wolfgang leicht nach Osten verschwenken, denn die Autos rollen derzeit zu nah an dem Gotteshaus vorbei. „Wenn ein Lastwagen vorbeifährt, merkt man das in der Kirche“, sagt Vogelsgesang. Andreas Bergmann (Grüne) erhofft sich zudem, dadurch den Verkehr etwas auszubremsen. 

Die SPD sprach sich in der jüngsten BA-Sitzung dagegen aus. Constanze Söllner-Schaar hält die Kosten für viel zu hoch. Ihr Parteikollege Christian Müller befürchtet, dass durch die Straßenverlegung eine Lärmschutzwand nötig werde. Andreas Schwarzbauer

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