Franz-Albert-Straße

Antragspaket gegen „Wohnen für alle“ zugunsten des Erhalts der Grünfläche Franz-Albert-Straße

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Allach: Der Kampf der Bürger für Erhalt der Grünfläche an der Franz-Albert-Straße und gegen ein Sozialwohnungsprojekt an diesem Standort geht entschieden weiter.

Der Kampf der Bürger für Erhalt der Grünfläche an der Franz-Albert-Straße und gegen ein Sozialwohnungsprojekt an diesem Standort geht entschieden weiter. Das hat die jüngste Bürgerversammlung für Allach-Untermenzing deutlich gezeigt. Rund die Hälfte der 25 vorgetragenen Anträge drehte sich um dieses Thema und hatte ein Ziel: den Stopp des gesamten Bauprojekts.

Einen kleinen Erfolg konnte die Bürgerinitiative „Erhalt Grün­fläche Franz-Albert-Straße“ ja schon verzeichnen (Hallo berichtete). Nach ersten Protesten wurde die Gewofag von der Stadt aufgefordert, die Pläne zu überarbeiten und den Bauumfang für das soziale Wohnprojekt „Wohnen für alle“ zu reduzieren (siehe Kasten). Zufrieden sind die Anwohner damit aber noch lange nicht, wie sie auf der Bürgerversammlung unmissverständlich demonstrierten – mit Anträgen, Stop-Schildern und einheitlichen T-Shirts (Foto).

„Es kann nicht sein, dass wir die grünen Lungen unseres Viertels versiegeln“, erklärte Dr. Cornelia Schwarz-Teuber von der Bürgerinitiative vor rund 400 Versammlungsteilnehmern. Viele Bürger aus der Menge klatschten bei diesen Worten euphorisch und riefen ihr zustimmende Kommentare zu. Argumentiert wird nicht zuletzt auch mit dem Artenschutz: Unter anderem seien die dort lebenden Tiere, insbesondere Fledermäuse, von dem Bauvorhaben betroffen, hieß es in einem der beschlossenen Anträge. Parallel sammeln die Gegner des Bauprojekts weiter Unterschriften. Bis jetzt kamen nach Angaben der Initiative 2000 zusammen.

Seitens der Stadt wird an den Bauabsichten festgehalten. Sabine Steeger vom Planungsreferat machte das am Ende der Bürgerversammlung deutlich: „Seit 1994 liegt für die Franz-Albert-Straße ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor, um dringenden Wohnraumbedarf zu decken. Das diente über Jahre hinweg als Reserve, die nun benötigt wird!“ Natalie Meyer

Neue Pläne: 60 Wohnungen und Keller

Die Gewofag arbeitet noch an neuen Plänen für ein „Wohnen für alle“-Projekt an der Franz-Albert-Straße. Wie Geschäftsführer Dr. Klaus-Michael Dengler auf Hallo-Anfrage mitteilt, soll die Zahl der geplanten Wohnungen von ursprünglich 85 auf etwa 60 reduziert werden. Außerdem will die Gewofag die Forderung des Bezirksausschusses (BA) Allach-Untermenzing nach einer Unterkellerung erfüllen. „Wir werden Keller haben“, so Dengler. Ob auch der BA-Wunsch nach einer Tiefgarage erfüllt wird, kann er noch nicht sagen. „Wir werden die Umplanung bei einer Infoveranstaltung kurz vor oder nach der Sommerpause vorstellen“, kündigt der Gewofag-Chef an. ul

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