Wieder Streit um die Kneipp-Anlage

Die Allacher sitzen auf dem Trockenen: Wird die Anlage erneut zur Fischfalle?

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Damit die Kneipp-Anlage in Allach nicht wieder zur Fischfalle wird, ist ein Umbau geplant – allerdings erst 2021. Vorsorglich wurde sie in diesem Frühjahr stillgelegt.

Allach – Eine Lösung im Streit um die Kneipp-Anlage scheint nach wie vor weit entfernt: Der BA fordert die Öffnung ab dem Frühjahr 2019 – Das Wasserwirtschaftsamt plant den Umbau jedoch erst 2021

Der Ärger um die Kneipp-Anlage in Allach lässt nicht nach. Der Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing will wissen, wann und wie es weitergeht. In einem Antrag zur jüngsten BA-Sitzung fordert Falk Lamkewitz (Grüne), dass die Anlage an der Servetstraße spätestens im kommenden Frühjahr wieder eröffnet wird. Die dafür nötige Wassermenge soll „mit einfachen Mitteln“ aufrechterhalten werden.

Falk Lamkewitz (Grüne, links) hofft auf eine Eröffnung im kommenden Frühjahr.

Der Grund für den jüngsten BA-Beschluss: „Es kristallisiert sich heraus, dass die Verknüpfung der Wasserversorgung der Kneippanlage mit den Maßnahmen aus dem Europäischen Wasserwegeplan und den damit verbundenen wasserrechtlichen Verfahren unzumutbar lange dauern wird.“

Christian Leeb vom Wasserwirtschaftsamt München bestätigt auf Hallo-Anfrage, dass in diesem Bereich der Würm ein sogenannter Fischpass geplant sei. „Zeitliches Ziel für den Bau ist 2021. Bis dahin soll die Durchgängigkeit der Würm hier erreicht sein.“ Leeb sagt: „Die Planung der Ertüchtigung der Kneipp-Anlage sollte in diese Planung mit einbezogen werden.“ Bei einer vorgezogenen Öffnung der Anlage befürchtet das Wasserwirtschaftsamt dieselben Probleme wie vor der Stilllegung, inklusive sterbender Fische, falls der Seitenarm der Würm wieder trockenfallen sollte. Zuständig für die Umsetzung sind der Betreiber des dortigen Wasserkraftwerks und das Baureferat.

ul

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