Ein Zentrum für Kinder und Kultur

Abriss abgelehnt: Denkmalschutz verhindert Neubau bis Eversbuschstraße

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Das Gebäude Eversbuschstraße 155 wurde um 1900 als Arbeiterwohnhaus zum Anwesen Nummer 159 errichtet und gehört zum Ensemble Allach.

Allach: Jetzt steht fest: Das Haus an der Eversbuschstraße 155 kann nicht zugunsten einer großzügigeren Neuplanung für ein Kulturbürgerhaus auf der rückwärtigen Fläche abgerissen werden.

Bei der Planung eines neuen Kultur- und Bürgerzentrums für Allach-Untermenzing auf städtischem Grund an der Eversbuschstraße 155 bis 161 spielt der Denkmalschutz eine große Rolle. Jetzt steht fest: Das Anwesen Nummer 159 ist als Einzelbaudenkmal in die Denkmalliste eingetragen (s. unten). Und Haus Nummer 155 ist Teil des geschützten Ensembles „ehemaliger Ortskern Allach“. Das Landesamt für Denkmalpflege hat einen Abriss des Gebäudes deshalb abgelehnt, wie eine Sprecherin des Amts jetzt bestätigte.

Die Stadt hatte die Möglichkeit eines Abbruchs im Hinblick auf das angestrebte Kulturzentrum abgeklärt und plant nun um: „Im Kommunalreferat wird aktuell ein Konzept zur Sanierung und anschließenden Nutzung des Gebäudes durch einen privaten Kindergarten erarbeitet“, sagt Referatssprecher Bernd Plank auf Hallo-Anfrage.

„Wenn das klappen würde, wäre das eine gute Lösung“, kommentiert Heike Kainz, Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Allach-Untermenzing die neue Entwicklung. Sie sagt: „Es wäre natürlich bedeutend einfacher, wenn man für das Kulturbürgerhaus das gesamte Gelände überplanen könnte. Aber das Ganze muss auch so funktionieren.“ Wichtig sei, „Nutzungen zu finden, die miteinander harmonieren“. Dies sei bei Kultur und Kindern der Fall. Die BA-Chefin wüsste auch schon einen potentiellen Nutzer: den Integrationskindergarten Spielwerkstatt Allach-Untermenzing, der seine Räume an der Augustenfelder Straße bis 2020 verlassen muss (Hallo berichtete).

Auf einen Zeitplan für die Sanierung des Hauses 155 und den Bau des Kulturbürgerhauses legt sich bei der Stadt derzeit niemand fest. Auch die Viertelchefin wagt noch keine Prognose, stellt aber fest: „Wir arbeiten dran.“
ul

Edelsitz von 1621/22

Das Haus an der Eversbuschstraße 159 ist nach neuesten Erkenntnissen des Landesamts für Denkmalpflege ein „ehemaliger Edelsitz oder stattliches Wohnhaus von 1621/22“. Es gilt als eines der ältesten bürgerlichen Gebäude außerhalb der Münchner Stadtbefestigung, „dessen Erhaltung im Interesse der Allgemeinheit liegt“. Es wurde heuer als Einzelbaudenkmal in die Denkmalliste eingetragen.

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