Unterführungen werden saniert

Alte Brücken: Auf zu neuen Ufern

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Die Brücke über die Lindwurmstraße soll als erstes saniert werden.

MÜNCHEN Deutsche Bahn lässt stadtweit Unterführungen sanieren – Lindwurmbrücke macht den Anfang

Die Lindwurmbrücke macht den Anfang: Die Unterführung in der Isarvorstadt ist die erste von stadtweit zehn alten Eisenbahnbrücken, welche die Deutsche Bahn in den nächsten Jahren sanieren lassen will. Auch die Stadt wird an den Kosten, die sich auf bis zu 200 Millionen Euro belaufen könnten, beteiligt.

Der Sendlinger Bezirksausschuss forderte bereits 2005, dass die Deutsche Bahn-Brücke über der Lindwurmstraße saniert wird und der schmale Rad- und Fußweg, der in dem Abschnitt unter der Brücke gemeinsam geführt wird, verbreitert wird – in der Vergangenheit kam es dort immer wieder zu gefährlichen Situationen. Deshalb ist eine Verbreiterung der Geh- und Radwege (2,50 Meter Gehwegbreite, 1,85 Meter Radwegbreite) vorgesehen, in dem die Durchfahrtshöhe von 3,70 auf 4,50 Meter erhöht wird. Die Fahrbahn soll als Ausgleich tiefer gelegt werden. Zuletzt war eine Bauzeit von dreieinhalb Jahren angesetzt, der Baubeginn steht noch nicht fest.

Im Münchner Süden soll zudem die Brücke an der Tumblingerstraße von 2022 bis 2024 erneuert werden. Sie soll breiter werden: Der künftige Querschnitt soll mit zwei Fahrspuren nach Süden mit insgesamt sechs Metern Breite sowie einer überbreiten Fahrspur mit 4,50 m nach Norden ausgeführt werden. Hinzu kommen beidseitig getrennte Geh- und Radwege mit insgesamt jeweils 5,50 Metern Breite. Im Rahmen der Vorplanung soll geprüft werden, ob ein Mittelteiler mit Stützenreihe erforderlich wird oder nicht. Im Stadtgebiet werden folgende Brücken ebenfalls erneuert: Die Arbeiten an der Eisenbahnbrücke an der Dachauer Straße sind von 2021 bis 2023 vorgesehen – es ist eine Aufstockung der Durchfahrtshöhe von 3,40 auf 4,50 Meter geplant, da sich in immer wieder Unfälle ereignet haben. Gemäß dem von der Bahn anvisierten Zeitplan folgen die Brücken am Sportlerweg (2018) in Freiham, an der Paosostraße (2019 bis 2020), an der Balanstraße (2021 bis 2023), der Bodenseestraße (2022 bis 2024), der Rosenheimer Straße (2021 bis 2023), Werinherstraße (2021 bis 2023) sowie an der Chiemgaustraße (Termin noch offen).

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