Hohe Nachfrage nach Haustieren wegen Corona-Krise

Münchner Tierheim so leer wie noch nie - lange Wartelisten bei Hundezüchtern

München: Wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage bei Münchner Dackelzüchtern nun besonders hoch.
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München: Wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage bei Münchner Dackelzüchtern nun besonders hoch.

München: Wegen der Corona-Krise wünschen sich viele Münchner einen tierischen Wegbegleiter. Wie sich das auf das Tierheim und die Anfragen bei Züchtern auswirkt

  • Die Corona-Krise bedeutet für viele Münchner Home-Office und allgemein mehr Zeit zuhause.
  • Die Nachfrage beim Münchner Tierheim ist extrem hoch.
  • Hundezüchter, wie zum Beispiel vom Dackelklub München, erhalten unzählige Anfragen.

München - Wer hatte ihn nicht in den vergangenen Wochen der Kontaktbeschränkungen und des Shutdowns: den Gedanken, dass vielleicht genau jetzt der richtige Zeitpunkt sein könnte, um sich einen tierischen Begleiter zuzulegen.

Sprecherin des Tierheims München: „Wir sind so leer wie noch nie.“

 Das merken nicht nur Hundezüchter, sondern auch Tierheime. Viele Vierbeiner konnten nun endlich an ein neues Zuhause vermittelt werden. „Wir sind so leer wie noch nie. Und hoffen, dass das noch möglichst lange anhält“, sagt Judith Brettmeister, Sprecherin des Münchner Tierheims.

Tierheim München: Statt bis zu 1300 Tiere jetzt nur noch 650 Vierbeiner, die auf ein neues Zuhause warten

 Wo normalerweise 1000 bis 1300 Vierbeiner auf ein Zuhause warten, seien jetzt etwa 650 Tiere in Riem  untergebracht. „Viele hatten schon lange den Wunsch, sich ein Tier zuzulegen und jetzt genug Zeit dafür.“

Vor der Abgabe hätten ausführliche Telefongespräche und persönliche Treffen stattgefunden.

Tierheim München: Viele Tiere konnten während der Corona-Krise in ein neues Zuhause vermittelt werden.

Aber nicht nur im Tierheim ist die Nachfrage groß. Auch Hundezüchter bemerken einen regelrechten Ansturm, wie Monika Hoffmann vom Dackelklub Münchenmitteilt: „Teilweise werden die Züchter mit Anfragen überflutet. Sie erreichen bis zu 40 Anrufe pro Tag. Es gibt ewig lange Wartelisten.“

Dackelklub München: Weniger Tiere auf dem Markt, als verlangt werden

 Es seien weniger Tiere auf dem Markt, als verlangt werden. „Mir ist von einer Dame vom Bayerischen Dachshundverband gesagt worden, dass viele Züchter ihre Hunde im Frühjahr nicht decken haben lassen, weil man nicht wusste, wie es weitergeht.“ Das führe auch dazu, „dass viele Leute züchten, die lieber nicht züchten sollten oder Hunde aus dem Ausland importiert werden.“

München: Der Dackel sei "in", so Monika Hoffmann vom Dackelklub München. Deshalb sei die Nachfrage auch vor Corona bereits hoch gewesen.

Wie sich die Lage in einem halben Jahr gestalte, wenn die frisch gebackenen Hundebesitzer vielleicht merken, dass sie doch nicht genug Zeit haben, werde man sehen müssen.

Sophia Oberhuber

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