The Travelling Art Gallery

Spektakuläre Kunst vom anderen Ende der Welt

+
Red Face Girl

„The Travelling Art Gallery“ zeigt nach dem großen Erfolg in 2018 erneut Kunst aus Südafrika im Juni und Juli mit Pop-Up-Ausstellungen in Frankfurt, Stuttgart und München.

Elf Stunden Flug, rund 10.000 Reisekilometer Entfernung oder auch einmal um die Welt. Weiter weg könnte eine aufstrebende Kunstszene kaum liegen. Südafrika ist Sehnsuchtsziel mit magischen Landschaften, vielfältigen kulturellen Strömungen und einer dynamischen Gesellschaft im Wandel. Aufbruchsstimmung und Begeisterung für die Zukunft sind typisch für die junge Nation. 

Wer die Kunstwerke der „The Travelling Art Gallery“ betrachtet, sieht den Spiegel einer heterogenen, gesellschaftlichen Realität mit den komplexen Facetten einer ganzen Generation. Eine Vielfalt, die sich in den Techniken und Werkstoffen der Kunst offenbart und die die Sujets der Kunst wirkungsvoll unterstreicht. Welche rasante Entwicklung die afrikanische Kunstszene genommen hat, zeigt das MOCAA in Kapstadt. Das spektakuläre Museum für zeitgenössische afrikanische Gegenwartskunst hat Südafrika auf die Landkarte der Kunstwelt katapultiert. 

In diesem Sommer ist keine Reise nach Südafrika nötig, um in die Kunst dieser vielfältigen Welt einzutauchen. Denn über 100 Kunstwerke von 15 Künstlern kommen als „The Travelling Art Gallery“ nach Deutschland. Die kuratierte Auswahl von Barbara Lenhard und Florian Gast präsentiert die aufstrebende Kunstszene einer ganzen Nation in Pop-Up-Galerien in Frankfurt, Stuttgart und München. Die deutschen Auswanderer und genauen Kenner der südafrikanischen Kunstszene haben die Kunstinitiative 2018 gestartet, viel Herzblut und die Erlöse aus zwei Crowdfunding-Aktionen hineingesteckt. Mit der Galerie auf Zeit haben sie an 50 Tagen in drei deutschen Städten eine Plattform für die Kunst geschaffen, Begeisterung ausgelöst und nicht zuletzt den Künstlern ein wichtiges Einkommenstandbein ermöglicht.

Welten zusammenbringen 

„Das Projekt vereint unsere Sympathie und Liebe zu Südafrika, der Kunst und den Menschen. Wir möchten aufstrebende Künstler unterstützen, die als Vorbilder eine Schlüsselrolle für ihre Generation einnehmen. Wir stellen immer wieder fest, wie schwer es für Künstler in Südafrika ist, Fuß zu fassen und wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Hier fehlt einfach noch die entsprechende Infrastruktur“, berichtet die sympathische Galeristin. „In meiner alten Heimat Deutschland wiederum ist man neugierig auf die Lebenswelten der Menschen. Kunst ist das perfekte Medium, um beide Welten zusammenzubringen und um ein Land darzustellen.“

Ein Stück Südafrika für Zuhause

Sweet rains 2 62x61cm © Andrew Ntshabele
Dyad II - 123 x 100 cm © Corne Eksteen
Gold Girl Red Hearts © 
Cheeky Girl I - 70 x 50 cm © Semi Lubisi
Syndication II 100 x 100 cm © Corne Eksteen
Reflection of setting sun - 90 x 90 cm small © Pierre Issa
Elephant small - 65,1 x 65 x 5,3 © David Kuijers
Transposition V - 123 x 100 cm © Corne Theron
Abundance III - 100 x 70 cm © Andrew Ntshabele
Abundance VIII - 100 x 70 cm © Andrew Ntshabele
The Optimist - 113 x 82 cm © Andrew Ntshabele
Dyad II - 123 x 100 cm © Corne Eksteen
Singularity III - 123 x 100 cm © Corne Eksteen
Syndication II 100 x 100cm Oil on canvas © Corne Eksteen
Assign - 90 x 90 cm © Corne Theron
Engage 90 x 90 cm © Corne Theron
Ingress 1m x 1m © Corne Theron
Room to breathe - 70 x 80 cm © Corne Theron
Dog small - 65 x 65 x 5 © David Kuijers
Space Monkey Zooom 100x100 © Lebogang Sithole
Friendship - 70 x 100 cm © Lebogang Sithole
Injabulo - 70 x 100 cm © Lebogang Sithole
Izintomba - 70 x 100 cm © Lebogang Sithole
Siyahlasila - 70 x 100 cm © Lebogang Sithole
Africa in me - 80 x 70 cm © Mo Nique
African Glory 80 x 70 cm © Mo Nique
Beauty draped in colour © Mo Nique
Beauty is you - 100 x 120 cm © Mo Nique
Bast - 90 x 80 cm © Pierre Is sa
Human - 100 x 80 cm © Pierre Issa
Sapphire Dream - 100 x 80 cm © Pierre Issa
Sol - 90 x 80 cm © Pierre Issa
Cheeky Boy I - 70 x 50 cm © Semi Lubisi
Cheeky Boy II - 70 x 50 cm © Semi Lubisi
 Cheeky Girl II - 70 x 50 cm © Semi Lubisi
Girls at play - 30 x 42 cm © Semi Lubisi
Township Games 10 - 35 x 100 cm © Semi Lubisi
Red Face Girl © Pierre Issa

Möglich wird die Galerie auf Zeit nicht nur durch das unermüdliche Engagement der Powerfrau, sondern auch durch die Unterstützung engagierter Förderer wie Torsten Herfert. Für den Geschäftsführer der Sunotec Group, einem Unternehmen, das weltweit Solar- und Photovoltaikprojekte realisiert und seit kurzem auch mit einer Niederlassung in Südafrika vertreten ist, hört Nachhaltigkeit nicht bei erneuerbaren Energien auf, sondern geht einher mit der Schaffung lokaler Arbeitsplätze und auch der Förderung kultureller Projekte: „Für uns ist es eine große Freude, einen Teil unseres Unternehmenserfolges zurückzugeben, um solch bewundernswerte Projekte wie ‚The Travelling Art Gallery‘ zu unterstützen.“ 

Vielfältig wie der Mensch

Die 15 Künstler mit ihren 100 Kunstwerken zeigen ganz Unterschiedliches: Lebensfrohe Szenen in den Townships, mal verfremdet, dann ganz realitätstreu. Sie bilden aber auch privilegierte Lebenswelten ab, etwa mit verpixelten Swimming-Pool-Bildern und Selbstportaits, die fotorealistisch und verträumt am Betrachter vorbeisehend fast den Kitsch streifen, aber durch grafische Elemente und ihre Farbenpracht genau diesen Effekt brechen. Abstrakte Kunst trifft auf Verträumtes oder Realismus, warme Farben stehen kühlen oder monochromen Tönen gegenüber. 

Girls at play - 30 x 42 cm

Ebenso vielfältig wie die Stilrichtungen und Themen sind die eingesetzten Materialien und Techniken. Die Künstler malen etwa in Öl und Acryl und zeichnen mit Kohle, kratzen menschliche Silhouetten in frische Acrylfarbe. Sie nutzen klassische Leinwände oder auf Leinwand aufkaschiertes Zeitungspapier als Hintergrund für die Szenerie.

Michaela Rinaldi etwa beschäftigt sich mit der weiblichen Form durch Akte in unterschiedlichsten Posen auf großformatig, abstrakt-figurativen Gemälden in Acryl. Sie rufen durch intensive Farbsymbolik eindringliche Assoziationen, gerade zu Konzepten der Weiblichkeit, hervor. Corné Theron spielt ebenfalls mit Farben, bleibt aber im kühlen Spektrum. Therons Werke erinnern farblich und thematisch an David Hockneys Swimmingpool-Bilder, zeigen die Schwimmer allerdings verpixelt. 

Stilistische Unterschiede werden dabei auch in der Herstellung der Kunstwerke deutlich. Edward Selematsela etwa schafft aus zusammen- und übereinandergeklebten Zeitungsschnipseln Meisterwerke aus Papier, Lebohang Sithole fertigt bunte Kaltnadelradierungen an. Andrew Ntshabele wiederum nutzt statt Leinwänden Stoffe für seine Ölgemälde. Die Portraits von Corné Eksteen dekonstruieren die persönliche Identität im 21. Jahrhundert inmitten einer gläsernen Gesellschaft. Er analysiert und spiegelt die Psyche des Menschen, wobei der Übergang von Schein zu Nichtsein fließend ist. 

Ausstellungen in Deutschland

The „Travelling Art Gallery“ bringt spektakuläre Kunst vom anderen Ende der Welt nach Deutschland. Die außergewöhnlichen Ausstellungsorte mitten in der City sind für Kenner und Kunstnovizen leicht erreichbar. Ein Stück Südafrika für Zuhause, faszinierend, kraftvoll, fröhlich und tiefgründig. Und auch ein interessantes Investment, denn bei Preisen zwischen 600 und 5.000 Euro bietet sich Potenzial mit den talentierten Künstern von morgen und einer vielversprechenden Kunstszene.

13. – 23. Juni 2019: Frankfurt 

27. Juni – 07.Juli 2019: Stuttgart 

11. – 21. Juli 2019: München, Zschockestraße 36

(zwischen den U-Bahn Haltestellen Westendstraße und Friedenheimer Straße, außerdem stehen 100 kostenfreie Parkplätze zur Verfügung)

Weitere Informationen über „The Travelling Art Gallery“ erhalten Sie hier.

Auch interessant:

Meistgelesen

Abbiegeunfall am Sendlinger-Tor-Platz: Spontane Mahnwache um 19 Uhr
Abbiegeunfall am Sendlinger-Tor-Platz: Spontane Mahnwache um 19 Uhr
Sicherheitskräfte: Welche Dienste die Münchner Polizei unterstützen – und was sie dürfen
Sicherheitskräfte: Welche Dienste die Münchner Polizei unterstützen – und was sie dürfen
Hort-Not: Betreuungsplätze an der Grundschule Manzostraße reduziert – Eltern verzweifelt
Hort-Not: Betreuungsplätze an der Grundschule Manzostraße reduziert – Eltern verzweifelt
K2 Blade Night: Straßensperren und Busausfälle am Montag
K2 Blade Night: Straßensperren und Busausfälle am Montag

Kommentare