Seine grünste Oase

Peter Kluska hat den Westpark entworfen – jetzt wird ihm die Medaille München leuchtet verliehen

Der Westpark – einst eine ebene Fläche, dank dem Landschaftsarchitekten Peter Kluska eine grüne Oase.
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Der Westpark – einst eine ebene Fläche, dank dem Landschaftsarchitekten Peter Kluska eine grüne Oase.

Peter Kluska hat den Westpark entworfen – Warum das Projekt eine Herausforderung war und wo der Landschaftsarchitekt noch seine Spuren in München hinterlassen hat.

  • Der Landschaftsarchitekt Peter Kluska hat den Westpark in München entworfen.
  • Neben der grünen Oase hinterließ er noch weitere Spuren in der Stadt.
  • Warum der Westpark eine Herausforderung war und was der Clou an dem Projekt ist.

„Diese Brücke über den Mittleren Ring, das war eine schwierige Ausgangslage“, erinnert sich der Landschaftsarchitekt Peter Kluska an die Planungen des Westparks. 37 Jahre später wird ihm jetzt die Medaille München leuchtet in Anerkennung für sein besonderes Engagement um die Münchner Freiraumkultur verliehen. 

Kluska spricht langsam, aber wenn er über den Westpark, seinen wohl bekanntesten Entwurf, spricht, muss er immer wieder lächeln. Dann blickt er zu seiner Frau Edit Kluska-Szügyi, die mit ihm am Esstisch sitzt und mit der er gemeinsam sein Büro führte, und sagt: „Die zwei Teile des Parks mussten eine Einheit werden.“ 

Westpark in München - Das grünste Projekt von Peter Kluska

Mit seinem Entwurf hatte Kluska die Ausschreibung gewonnen und so entwarf er den 69 Hektar großen Park anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung 1983. Sechs Jahre dauerte der Bau. Der Clou an Kluskas grünster Oase: die Tallandschaft mit Hügeln, die den Verkehrslärm draußen halten. 

Doch nicht nur im Westpark hat Peter Kluska seine grünen Spuren hinterlassen. Er gestaltete den Kabinettsgarten an der Residenz, die Freiräume um das Klinikum Dritter Orden, den Außenbereich der Fakultät für Chemie und Pharmazie in Großhadern, die Deutschlandzentrale von Swiss Re in Unterföhring, einen Stadtteilpark in Haidhausen und weitere Grünflächen in München und darüber hinaus. 

Peter Kluska hat den Kabinettsgarten an der Residenz in München entworfen.

Grün ist aber nicht seine einzige Leidenschaft. Klassische Musik inspiriert ihn beim Zeichnen, erzählt er. Dann steht er auf, geht langsam zum Klavier in der Mitte seines Wohnzimmers und spielt zuerst leise Melodien in Moll, bevor er zu einem flotteren Stück wechselt. „Es tut mir leid“, entschuldigt er einen kleinen Verspieler, „die Finger wollen oft nicht mehr so wie ich.“ 

Der Landschaftsarchitekt Peter Kluska .

Westpark-Architekt Peter Kluska: "München kann nicht genug Grünflächen haben"

Draußen prasseln Regentropfen auf die rosa, gelbe und rote Pflanzenpracht im Garten in Nymphenburg. Er schaut hinaus. „Wir hatten früher nur einen kleinen Balkon.“ Seine Frau hakt ein: „Da war alles vollgestellt, für uns waren fast nur noch Stehplätze übrig.“ Draußen sein, unter freiem Himmel sein, das tue gut – das wissen nicht nur die beiden. 

„Es freut mich zu sehen, wenn die Münchner den Westpark so intensiv nutzen“, sagt Kluska. Für ihn sind Bäume Teil des Charmes einer Stadt, der sie für Bürger lebenswert macht. „München kann nicht genügend Grünflächen haben“, ist er deshalb sicher. „Die Parks leiden aber auch unter einem Besucherdruck“, räumt Kluska ein. Die Lösung: mehr grüner Charme. „Kleinere Grünflächen, Höfe, nicht nur große Parks, davon brauchen wir mehr, dann würde es sich besser verteilen.“

S. Obermeir

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