Westend: Leben und leben lassen

Westend/Schwanthalerhöhe: BA-Chef Ludwig Wörner blickt auf 2009

Das „urbayerische Lebensgefühl“ in seinem Viertel, das „leben und leben lassen“, soll erhalten bleiben. Das wünscht sich Ludwig Wörner, BA-Vorsitzender der Schwanthalerhöhe, für das Jahr 2009. Und er ist sich sicher, dass das gelingt – trotz der vielen Veränderungen, die es im Westend und auf der Schwanthalerhöhe in der Vergangenheit gegeben hat. Und die seien nicht immer ganz unproblematisch gewesen. Als wichtige Aufgabe sieht es Wörner auch im kommenden Jahr, die vielen Neubürger in das öffentliche Leben einzubinden. „Das geht in erster Linie über die Kultur und über politische Beteiligung,“ sagt der SPD-Mann. Die Bürgerbeteiligung wurde auch bei einem Thema groß geschrieben, das im Jahr 2008 den Bezirksausschuss beschäftigt hat: beim Verkehr. In acht Veranstaltungen konnten die Bürger ihre Anregungen einbringen, als es darum ging, am Verkehrskonzept für das Viertel nachzubessern. Zum Beispiel in der Frage, wie das Parkraummanagement organisiert werden soll, das im Februar starten wird. Oder um ein ganz aktuelles Thema, die Sanierung der Bergmannstraße. Hier liegt der Bezirksausschuss mit dem Baureferat über Kreuz. „Das Baureferat hat unseren Auftrag anscheinend missverstanden“, kritisiert Wörner und spricht von der „Arroganz der Verwaltung“. Die Planer würden aus der Bergmannstraße eine reine Autostraße machen, der BA wünscht sich mehr Verkehrsberuhigung und mehr Sicherheit im Bereich der Grundschule. Dieses Thema wird den Bezirksausschuss auch 2009 beschäftigen. Ebenso wie die Platzprobleme an den Schulen. Die Grundschule im Neubaugebiet sei schon jetzt zu klein, die Raumnot an der Hauptschule Ridlerstraße werde sich noch verschärfen, fürchtet Wörner und fordert: „Wir müssen über bauliche Maßnahmen nachdenken.“ Beim Rückblick auf das vergangene Jahr kommen dem Viertelchef aber nicht nur Kontroversen und Probleme in den Sinn – es gab auch Erfreuliches. Die Fertigstellung des Messeparks zum Beispiel. „Die Gestaltung ist gelungen und er wird von der Bevölkerung unglaublich angenommen“,sagt Wörner. Außerdem fallen ihm die bunten Stadtteiltage und die Wanderungen zwischen den Galerien ein. Der Bezirksausschuss hat seit den Kommunalwahlen im März 2008 ein neues Gesicht. Die SPD hat die absolute Mehrheit verloren, nun arbeitet eine „Schwarze Ampel“ aus CSU, Grünen und FDP zusammen. Das gute Klima im Gremium habe sich aber nicht verändert, sagt Wörner, der selbst im September wieder in den Landtag gewählt wurde. „Wir versuchen für den Stadtteil zu arbeiten und sind nicht ideologisch belastet.“ Das soll 2009 so bleiben, damit es im Westend weiter heißt „leben und leben lassen“. ara

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