Eine Freilauffläche für Vierbeiner

Das verschlafene Dornröscheneck soll zur Hundewiese werden

Wenn Monika Obermeyer mit ihrem Hund Filou spazieren geht, hat sie wenig Möglichkeiten ihren Mischling frei laufen zu lassen. Sie hat deswegen den Antrag gestellt, das Dornröscheneck als Freilauffläche freizugeben.
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Wenn Monika Obermeyer mit ihrem Hund Filou spazieren geht, hat sie wenig Möglichkeiten ihren Mischling frei laufen zu lassen. Sie hat deswegen den Antrag gestellt, das Dornröscheneck als Freilauffläche freizugeben.

Schwanthalerhöhe - Das umzäunte Grundstück an der Theresienhöhe 16 sinnvoll nutzen und dort eine Hundewiese errichten: Diesen Antrag hat Monika Obermeyer gestellt - Hallo kennt die Meinungen von Befürwortern und Gegnern

Es gab einmal einen Wächter, der auf die Bavaria an der Theresienwiese aufpasste. Dieser Wächter wohnte in einem Häuschen auf einem umzäunten Grundstück an der Theresienhöhe 16 an der Ecke zum Oda-Schäfer-Weg. Wie lange der Wächter dort nicht mehr wohnt, weiß man im Kommunalreferat nicht – aber es müssen „etliche Jahrzehnte“ sein, sagt Sprecher Bernd Plank. Weil das städtische Gelände im Bavariapark so lange schon ungenutzt ist, wurde jetzt bei der Bürgerversammlung Schwanthalerhöhe der Antrag gestellt, dort eine Hundewiese einzurichten.

Wenn Monika Obermeyer mit ihrem Hund Filou spazieren geht, hat sie wenig Möglichkeiten ihren Mischling frei laufen zu lassen. Daher hat die Seniorenbeirätin jetzt den Antrag gestellt, dass das eingezäunte Grundstück umfunktioniert wird. „Ich gehe hier täglich mit Filou spazieren und denke mir immer wieder, dass man dieses verschlafene Dornröscheneck doch für Hunde öffnen könnte“, sagt Obermeyer. Im Bavariapark herrscht Leinenpflicht, deren Einhaltung regelmäßig von städtischen Mitarbeitern kontrolliert wird. „Zwar gibt es am Gollierplatz eine ausgewiesene Fläche für Hunde, aber etwa ein Drittel wird von der Eisstockfläche in Beschlag genommen. Hier konzentriert sich alles“, sagt Obermeyer. Dann wäre da noch die Theresienwiese, die aber nur nutzbar ist, solange dort keine Veranstaltung stattfindet und auch kein Auf- oder Abbau.

Das ungenutzte Grundstück an der Theresienhöhe 16 wäre laut Monika Obermeyer pefekt für eine Hundewiese geeignet.

Bereits zwei verschiedene Anträge hatte Obermeyer in der Vergangenheit beim Bezirksausschuss (BA) bezüglich einer Hundewiese gestellt – erfolglos. „Die Hundegegner übewiegen wohl im BA. Aber jetzt steht die Bürgerversammlung hinter mir, daher habe ich große Hoffnung“, sagt Obermeyer.

Ihr Antrag wurde mit 66 zu 56 Stimmen angenommen. Im Anschluss erklärte die BA-Vorsitzende Sibylle Stöhr (Grüne) zum Thema, dass der BA andere Prioritäten setze. Auf Hallo-Nachfrage betont Stöhr, dass es dem BA seit langem ein Anliegen sei, dass das angesprochene Grundstück genutzt werde, eine Hundewiese allerdings nicht Vorrang habe.

Bernd Plank erklärt, dass es bereits Pläne für das Gelände gebe: „Das Kommunalreferat ist in intensiven Gesprächen mit einem möglichen Investor, der das Gebäude sanieren und dann für eine soziale Nutzung mit Kindern zur Verfügung stellen will.“ Das Grundstück für Hunde freizugeben gestalte sich schwierig, da das das Gebäude wegen Denkmalschutz erhalten bleiben müsse. dbo

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