Hadern

33 Uniklinik-Patienten erzählen ihre Schicksale in neuer Ausstellung

Sonja Wagner (Foto re.) und 32 weitere Patienten erzählen in der Ausstellung von Schicksalsschlägen, Todesangst, aber auch von Hoffnung und neuem Mut. Fotos:laf
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Sonja Wagner und 32 weitere Patienten erzählen in der Ausstellung von Schicksalsschlägen, Todesangst, aber auch von Hoffnung und neuem Mut.

Geschichten vom Überleben aus Hadern

„Mein Hausarzt meinte, ich solle nach Hause gehen und die Zeit genießen, die mir noch bleibt“, sagt Sonja Wagner (40) aus Dießen am Ammersee. Nach der Untersuchung eines Knotens in der rechten Brust hatte die damals 36-jährige Mutter eines zweijährigen Sohnes die Diagnose Brustkrebs bekommen. Der Tumor war bereits sehr groß. Hinzu kamen unzählige Metastasen in der Leber. Ihr Fall schien aussichtslos. Doch dank einer innovativen Therapie, führt Wagner heute ein ganz normales Leben.

Jetzt hat sie mit Ärzten im Uniklinikum Großhadern eine Ausstellung mit Patientengeschichten aus 33 Uniklinika in ganz Deutschland eröffnet. Neben ihrer gibt es dort noch weitere Schicksale verschiedener Patienten. „Ich wollte, dass die Menschen auch mal Krankheitsgeschichten lesen, die ihnen Mut machen. Brustkrebs ist oft ein Tabuthema. Ich fühle mich trotz allem, was passiert ist, als normale Frau“, betont Wagner. Nach einer Chemotherapie musste ihre Brust ebenso wie die Eierstöcke entfernt werden. Doch es war immer noch ein Risiko da, dass der Krebs zurückkehren würde. Deshalb hat Wagner an einer Medikamentenstudie teilgenommen. Die junge Mutter hat das Medikament so gut vertragen, dass sie es bis heute bekommt. Dabei braucht sie alle drei Wochen eine Infusion.

„Wäre Frau Wagner damals nicht in die Klinik gekommen, wäre sie heute nicht mehr bei uns“, sagt die Leiterin des Brustzentrums an der LMU-Frauenklinik Dr. Nadia Harbeck. Die Patientin ist ihren Lebensrettern dankbar: „Ich wollte mir keine Ziele setzen außer die Einschulung meines Sohnes zu erleben und das darf ich dieses Jahr“, erzählt Wagner glücklich.

laf

Die Ausstellung läuft noch bis Mittwoch, 5. April, in der Galerie im oberen Eingangsbereich am Campus Großhadern, Marchioninistraße 15. Weitere Infos sowie auch alle Geschichten gibt es unter http://bit.ly/2nVaZMf.

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