Theresienwiese

Theresienwiese nicht länger offen

Der Auf- und Abbau des Oktoberfestes macht viel Arbeit. Die Zeiten, in denen die Theresienwiese nicht öffentlich nutzbar ist, könne deshalb nicht verkürzt werden, heißt es von der Stadt.
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Der Auf- und Abbau des Oktoberfestes macht viel Arbeit. Die Zeiten, in denen die Theresienwiese nicht öffentlich nutzbar ist, könne deshalb nicht verkürzt werden, heißt es von der Stadt.

München: BAs wollen Nutzung der Fläche einschränken, doch die Stadt lehnt ab.

Rückschlag für die Bezirksausschüsse (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Schwanthalerhöhe: Ihr Wunsch, die Nutzung der Theresienwiese einzuschränken, wird nicht erfüllt. Das teilt Bürgermeister Josef Schmid mit. Beide Bezirksausschüsse fordern unter anderem einen schnelleren Auf- und Abbau des Oktoberfestes und dass weniger Veranstaltungen auf der Theresienwiese genehmigt werden. Stattdessen soll das Gebiet vordergründig Anwohnern zur Verfügung stehen. Ein weiterer Wunsch ist, dass es ganzjährig – also auch während der Bauarbeiten – eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer gibt.

Der BA Ludwigsvorstadt hatte im Januar einen entsprechenden Antrag beschlossen. Jetzt wies Bürgermeister Schmid die Anliegen zurück. Er verwies auf einen Beschluss des Stadtrat-Ausschusses für Arbeit und Wirtschaft, wonach eine Querungsmöglichkeit nicht errichtet werden kann, „da das mit dem Baustellenverkehr und dem Einsatz von Schwerlastkränen einhergehende Gefährdungspotential für Fußgänger als zu hoch angesehen wird“. Die Auf- und Abbauzeit für das Oktoberfest könne wegen des Arbeitsschutzes ebenfalls nicht verkürzt werden. Ein externes Ingenieurbüro hätte sogar empfohlen, den Zeitraum zu verlängern, „um gefährliche Überschneidungen der vielen Baustellen und ausführenden Firmen besser entflechten zu können“, so Schmid.

Auch der BA-Forderung, dass anstatt der Theresienwiese ein anderer Standort für das Rewe-Family-Fest gesucht werden soll, wird nicht nachgegangen, das Fest ist genehmigt. „Die Veranstaltung hat sich auf der Theresienwiese etabliert“, erklärt Schmid die Entscheidung.

Die beiden BAs jedoch bleiben bei ihrer Kritik. „Selbstverständlich ist die Antwort nicht befriedigend“, sagt Alexander Miklósy, BA-Vorsitzender von Ludwigsvorstadt. Er verspricht: „Wir bleiben am Ball.“ So sieht das auch Sibylle Stöhr vom BA Schwanthalerhöhe: „Wir bleiben bei unseren Forderungen“, sagt sie. „Die Belastung der Anwohner muss so gering wie möglich sein.“ Die Gremien hoffen, bei einem Runden Tisch doch noch etwas zu erreichen. Dazu lädt die Stadt alle an die Theresienwiese angrenzenden BAs ein. cla

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