After-Wiesn-Club wird Eventlocation

Doch kein Kulturclub an der Theresienhöhe

Früher Hacker-Pschorr-Bierhalle, dann After-Wiesn-Club und jetzt Eventlocation. Das „Bussi Bussi Bavaria“ heißt nun „Bavaria Loft“ und kann gemietet werden.
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Früher Hacker-Pschorr-Bierhalle, dann After-Wiesn-Club und jetzt Eventlocation. Das „Bussi Bussi Bavaria“ heißt nun „Bavaria Loft“ und kann gemietet werden.

Schwanthalerhöhe: Die Urbanauten ziehen sich aus der Gollierstraße 4 zurück.

Die Urbanauten räumen derzeit ihre Sachen aus der Gollierstraße 4. Eine Mischung aus Café, Ausstellungsraum und Bühne sollte in der ehemaligen Pizzeria entstehen und Kultur ins Viertel bringen. So sah es zumindest das Konzept der Urbanauten vor, die die Räumlichkeiten bis April 2018 zwischennutzen wollten. Noch vor einer wirklichen Realisierung wurde Kritik von Viertelbewohnern laut, man vermutete Kommerz durch die Hintertür (Hallo berichtete). Die Urbanauten hätten nur als Untermieter von Ex-P1-Chef Franz Rauch fungieren sollen, der im selben Gebäudekomplex den After-Wiesn-Club „Bussi Bussi Bavaria“ betrieb.

„Wir Urbanauten haben gemeinsam entschieden das Projekt nicht weiter fortzuführen“, erklärt Ulrike Bührlen. Es habe viele Gründe gegeben, die sie jedoch nicht weiter ausführen wolle. Man würde sich jetzt vermehrt den vielen anderen Projekten widmen, vor allem dem neuen Zwischennutzungs-Projekt Ruffinihaus am Rindermarkt.

Der ehemalige After-Wiesn-Club heißt nun „Bavaria Loft“. „Das Bavaria Loft ist eine Eventlocation, die jeder mieten kann“, erklärt Franz Rauch. Vergangenes Wochenende öffnete dort beispielsweise der Midnightbazar seine Pforten.Bis Juli 2018 hat Franz Rauch die Zwischennutzung, es gäbe aber eine Option auf Verlängerung.

Katrin Bohrmann von der Bayerischen Hausbau GmBH erklärt, was nach der Zwischennutzung mit der ehemaligen Bierhalle geschehen soll: „Ab 2018 wird hier eine Projektentwicklung durchgeführt. Es werden dabei neue Büroflächen und eine Gastronomie, die kleiner sein wird als die aktuelle, entstehen. Daneben befindet sich das Grundstück der HBB (Hanseatisache Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft), die hier ein Einkaufsquartier entwickelt. Und an der Ecke Theresienhöhe/Schwanthalerstraße realisiert die Bayerische Hausbau ein ergänzendes Nahversorgungszentrum.“ dbo

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