Technik-Genies an Laimer Grundschule

Laim

Ein ganz ungewöhnliches Schulfach stand jetzt auf dem Stundenplan der Mädchen und Buben der vierten Klasse der Camerloher-Grundschule in Laim: Nicht Rechnen oder Schreiben, sondern Löten und technisches Verständnis waren von den Kindern gefragt. Im Rahmen eines Abschluss-Projektes erhielten die Schüler Besuch von Mitarbeitern des Jugendprogrammier-Centers München, die ihnen die Grundzüge der Elektrotechnik beibrachten und mit ihnen auch kleine Anlagen wie Blinklichter oder Sirenen erstellten. „Bei uns steht Lernen in der Praxis an erster Stelle“, erklärt die Leiterin Dr. Maria Genkin das Ziel des ehrenamtlichen Vereins, der seinen Sitz im Westend hat. „Damit wollen wir schon in diesem jungen Alter das Interesse der Kinder für Technik und Elektrotechnik wecken und eventuelle Ängste abbauen“, führt Genkin weiter aus. Und so hieß es für die rund 100 Mädchen und Buben der vierten Klassen, nach einer kurzen Einführung selbst den Lötkolben und das Lötzinn in die Hand zu nehmen, erste Lötpunkte zu setzen oder eine Kette aus verschiedenen Gliedern zusammenzulöten. „Wir nehmen ihnen damit die Angst vor technischem Gerät, außerdem können die Kinder auch direkt sehen, was sie geschafft haben, wenn der Blinker leuchtet oder die Sirene aufheult“, erzählt Genkin. Zum Abschluss des Technik-Projekts präsentierte der pfiffige Nachwuchs das soeben Gelernte und Produzierte allen Kindern der Schule sowie den stolzen Eltern. Auch führten sie Theaterstücke auf, in denen die technischen Apparate eine wichtige Rolle spielen. Damit das Projekt beim Nachwuchs auch bleibenden Nutzen für die Beteiligten hat, durften die Technik-Neulinge ihre Bausätze mit nach Hause nehmen. jos

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