Einer gegen alle

Streit im BA wegen des Verkehrs in der Tulbeckstraße

Über eine Verkehrsberuhigung in der Tulbeckstraße wurde lange diskutiert. Jetzt wurden dazu Halteverbotszonen aufgelöst – doch ob das Schutz oder Schaden bringt, ist umstritten.
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Über eine Verkehrsberuhigung in der Tulbeckstraße wurde lange diskutiert. Jetzt wurden dazu Halteverbotszonen aufgelöst – doch ob das Schutz oder Schaden bringt, ist umstritten.

Schwanthalerhöhe: Das Halteverbot in der Tulbeckstraße wird weiter aufgelöst.

Der Streit um die Verkehrsberuhigung in der Tulbeckstraße geht weiter. Um Engstellen durch parkende Autos zu schaffen und den Verkehr auszubremsen, wurden dort vor einigen Wochen Halteverbotszonen aufgelöst. In der Sitzung des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe hat ein Bürger jetzt beantragt, diese sofort wieder einzuführen.

Denn laut ihm hätte die Maßnahmen den gegenteiligen Effekt als erwünscht: Durch die neuen Parkregelungen sei die Straße vor allem für Kinder sehr gefährlich geworden, beklagte der Antragsteller. Sie sei jetzt viel schlechter einsehbar. Doch: „Wir haben lange für diese Maßnahme gekämpft“, erklärte Ulrike Grillo (Grüne) vom Unterausschuss Umwelt und Verkehr. Sie erklärte, dass dies die einzige Möglichkeit sei, Raser auszubremsen.

In den letzten Jahren gab es viele Anfragen aus der Bevölkerung nach einer Verkehrsberuhigung. Nach einer Ortsbegehung entschied das Kreisverwaltungsreferat (KVR) die Halteverbotszonen aufzulösen. Zusätzlich wurde die Tulbeckstraße in die bereits bestehende Tempo-30-Zone integriert. Diesen Maßnahmen stimmte der BA damals zu.

Grillo und die BA-Vorsitzende Sybille Stöhr schlugen deshalb vor, die neue Situation erst einmal ein Jahr zu beobachten. Dem stimmten alle anderen BA-Mitglieder zu, bis auf Thomas Hofstätter (CSU). „Man muss den Antrag ernst nehmen, da er von direkten Anwohnern kommt“, sagte er. Auch er habe beobachtet, dass jetzt Kinder zwischen den Autos auf die Straße laufen würden, was sehr gefährlich sei. Außerdem sei durch die verengte Straße ein Wettrennen zwischen Autofahrern entstanden, wer zuerst durch die Engpässe fahren kann. Er forderte über zwei Anträge abstimmen zu lassen: einmal über die sofortige Wiedereinführung des Halteverbots und einmal darüber, ob erst ein Jahr abgewartet und dann nochmals beraten werden soll. Der erste Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt, der zweite einstimmig beschlossen. Auch Hofstätter stimmte zu. Sabina Kläsener

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