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Stella macht Schule

Projekt "Münchner Schülertausch" will Vorurteile abbauen

Stella Schmidt (15) hat das Gymnasium besucht, lernt jetzt an der Marie-Luise-Fleißer-Realschule in der Schwanthalerstraße und möchte später an einer Fachoberschule das Abitur machen. Vorher aber wollte sie unbedingt in eine Hauptschule gehen. Das hat die 15-Jährige jetzt getan. Als eine von insgesamt 17 Stadtschülervertretern rief sie das Projekt „Münchner Schülertausch“ ins Leben. Dabei besuchen Jugendliche vom 25. bis 29. Mai eine für sie fremde Schulart. „Viele Realschüler und Gymnasiasten haben Vorurteile gegenüber Hauptschülern. Das hat mich schon immer gestört. Deshalb habe ich mich für das Projekt eingesetzt, damit jeder überprüfen kann, was an den Vorurteilen dran ist“, sagt Schmidt. Sie selbst machte den ersten Schritt und rief bei Rektor Hermann Huber von der Hauptschule München an der Wittelsbacher Straße 10 an. Die Anfrage nach einer kurzen Visite der Realschülerin nahm Huber erfreut entgegen. Er lud die 15-Jährige zum Probe-Unterricht ein. Das Resultat: Haupt- und Realschüler unterscheiden sich nicht voneinander. So jedenfalls lautete Schmidts Feststellung. Ihre ohnehin schon positiven Erwartungen wurden sogar übertroffen: „Alle haben mich wahnsinnig nett aufgenommen, viele wollten mehr über den Schülertausch erfahren und mit einigen habe ich sogar die Telefonnummer getauscht“, freut sich die 15-Jährige. Sie nahm zunächst am Unterricht der Neuntklässler teil. Schon dort bemerkte sie, dass der Stoff viel flexibler vermittelt werden kann als an ihrer Realschule: „Bei uns findet größtenteils der klassische Frontalunterricht statt. Das heißt, dass der Lehrer vorne erzählt und die Schüler mitschreiben. Hier lief das ganz anders ab.“ Schmidt verbrachte ihre erste Stunde an der Wittelsbacher Straße mit Mathematik. Da die Klasse aber noch nicht die volle Konzentration für den Stoff aufbringen konnte, wechselte die Klassenlehrerin kurzerhand das Fach. Stattdessen gab es Deutsch und eine Diskussion mit der Besucherin. „Das hat mir gut gefallen, dass die Lehrer hier nicht nur zwei Fächer unterrichten, sondern gleich fünf bis acht. Dadurch können die Schüler Vertrauen aufbauen.“ Ein Aspekt, den auch Rektor Hermann Huber betont: „Die Wiederholungen und Vertiefung der Themen garantieren ein effektives Lernen.“ Er zeigte sich von dem Austausch begeistert. „Die Vorurteile sind da. Dabei bedeutet heute das Abitur nicht mehr beruflichen Erfolg und die Hauptschule den sozialen Abstieg.“

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