Wiederbelebung nach 25 Jahren

Starnberger Projektentwickler baut das ehemalige Kaufhaus Beck an der Fürstenrieder Straße um

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Aus Alt wird Neu: So sieht das ehemalige Kaufhaus Beck aktuell noch aus (li.).

Ein Vierteljahrhundert kümmerte sich niemand um das ehemalige Kaufhaus Ludwig Beck an der Fürstenrieder Straße 21.

So magerte es immer weiter ab, bis nur noch ein baufälliges Gerippe übrig blieb und das frühere Warenhaus zu einer von Münchens ältesten Ruinen verkam. „Das Gebäude war ein schrecklicher Anblick, der die ganze Straße abgewertet hat“, sagt der Vorsitzende des Bezirksausschusses Josef Mögele (SPD). Nun geht es endlich bergauf mit dem unliebsamen Schandfleck des Bezirks. Der Starnberger Projektentwickler Ehret + Klein soll im Frühjahr das ehemalige Warenhaus grundlegend umbauen.

Statt der Ruine wird in etwa eineinhalb Jahren ein modernes Gewerbe- und Geschäftshaus mit einer Geschossfläche von knapp 8000 Quadratmetern an gleicher Stelle stehen. Dieses soll links und rechts an die benachbarten Häuser anschließen, was Lärmschutz für den dahinter liegenden Hofbereich bedeutet. „Jetzt kann es zügig losgehen, wenn die erforderlichen Pläne zu Konstruktion und Brandschutz sowie das Planungsteam stehen“, sagt Michael Ehret. Die Handelsflächen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss wird Edeka beziehen. Was sich im zweiten bis vierten Obergeschoss befinden wird, steht noch nicht genau fest. Dort sind Büroeinheiten zu vermieten, für die Ehret + Klein bereits einige Interessenten hat.

Eigentlich war der Baubeginn schon für letztes Jahr geplant – der Bauantrag wurde bereits im Juni 2016 gestellt. Doch da es zuletzt noch Abstimmungsbedarf mit der Lokalbaukommission und auch mit den Nachbarn des maroden Gebäudes gab, wurde der Antrag erst jetzt von der Landeshauptstadt genehmigt. Über die Jahre gab es immer wieder Anläufe verschiedener Investoren, den Sechziger-Jahre-Block zu sanieren, unter anderem zeigte ein Aldi Markt Interesse (Hallo berichtete). Doch als wäre das Gebäude verhext, kam es nie zu einem Umbau – bis jetzt. „Ich bin froh, dass das Gebäude nun endlich wiederbelebt wird und die Straße somit nicht weiter herunterkommt“, sagt Mögele.
Laura Felbinger

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