Doch ein Happy End für den Maibaum

Das Stangerl wird pünktlich aufgestellt

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Otto Seidl (l.) bearbeitet unter Aufsicht seiner Vereinskollegen das Stangerl.

Erleichterung beim Verein in Sendling-Westpark: Nach ewigen Streitereien um Standort, Schilder und Finanzierung soll es nun doch pünktlich zum 1. Mai soweit sein

Sendling-Westpark - 27 Meter ist die Fichte aus Hadern hoch, welche am 1. Mai als erster Maibaum überhaupt am Luise-Kiesselbach-Platz aufgestellt wird. 

Es war eine schwierige Geburt: Gestritten wurde über den Standort, die Bemalung der Schilder und über die Finanzierung. Letztlich bewilligte der Bezirksausschuss (BA) Sendling-Westpark 4000 Euro, die Nachbarbezirke jedoch weigerten sich, sich mit Zuschüssen zu beteiligen (Hallo berichtete). Zu allem Übel wurde der Baum bereits zweimal entführt. Noch in der Nacht seiner Anlieferung wurde er von den Unterbrunner Burschen, die berühmt-berüchtigte Maibaumräuber sind, geklaut. In der Nacht auf den 19. April kam das Stangerl erneut abhanden, diesmal war die Inninger Landjugend verantwortlich. 

Jetzt gibt es doch noch ein Happy-End: Otto Seidl, der Vorsitzende des Maibaumvereins, konnte genug Geld zusammenkratzen, sodass der Baum pünktlich aufgestellt werden kann: „Die Spendenbereitschaft von Unternehmen und Geschäftsleuten aus dem Viertel, war sehr groß“, freut sich Seidl. „Wir sind gut in der Zeit und er wird wunderschön!“ 

Dafür seien vor allem die 14 Tafeln verantwortlich, die in Absprache mit dem BA gestaltet wurden. Darauf zu sehen sind beispielsweise die Kirche St. Heinrich, der Westpark-Bogen, verschiedene Zünfte oder das Altenheim St. Josef. Außerdem seien neun von 14 Schildern nach einer Überarbeitung nun auch gendergerecht. 

Die Feierlichkeiten am 1. Mai beginnen um 10 Uhr. „Zwischen 10 und 11 Uhr kommt der Baum mit einem Pferdewagen an und wird von der Münchner Feuerwehr aufgestellt. Es gibt Musik, Böllerschützen, Trachtengruppen, Essen und Trinken“, kündigt Seidl an. dbo

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