Weniger Gefahr für Spaziergänger

Sportradler sollen Westpark umfahren

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Freizeitradler können bleiben, Sportradler sollen raus: Das schlägt die Grünen-Fraktion für den Westpark vor.

Im Westpark stören einige Spaziergänger die schnellen Radler. Jetzt soll eine Lösung für alle her.

Einerseits soll der Radlverkehr gefördert werden, andererseits kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern. Ein Problem, das es auch im Westpark gibt. Insbesondere Senioren haben schon mehrere Anträge zur Einschränkung des Fahrradverkehrs im Park gestellt. Die Grünen-Fraktion machte jetzt im Bezirksausschuss Sendling-Westpark einen Kompromissvorschlag. Sie fordert, den Westpark von schnellem Fahrrad-Durchgangsverkehr zu entlasten, in dem die Südumfahrung für Radfahrer attraktiver gestaltet wird.

„Wir wollen die Adrenalin- und Testosteronfahrer aus den Westpark rausbekommen“, sagte Maria Hemmerlein. „Die Freizeitfahrer sind ja nicht das Problem.“ Sie regte an, die Westpark-Südumfahrung, die im Rahmen der Fahrradroute vom Marienplatz nach Hadern über die Ortler-, Ziller-, Treffauer-, und Ehrwalder Straße führt, zu fördern. Dazu schlug sie zum einen vor, die Beschilderung der Umfahrung zu verbessern. Zum anderen sollte die Fahrradweg-Benutzungspflicht aufgehoben werden. Dafür müsste die Zillertalstraße im Bereich zwischen dem Partnachplatz und der Kössener Straße für den gegenläufigen Fahrradverkehr geöffnet und auf der Ehrwalder Straße Tempo 30 eingeführt werden.

Im Bezirksausschuss stoß der Antrag auf gemischte Reaktionen. Für eine deutlichere Kennzeichnung der Routen gab es eine breite Unterstützung. Uneinigkeit herrschte dagegen bei der Frage, ob schnelle Radfahrer dort künftig auch die Straße nutzen dürfen.

„Mit der Benutzungspflicht werden wir nicht viele Leute auf die Route kriegen“, argumentierte Hemmerlein. „Die Wege sind zu schmal und man kann dort nur langsam fahren.“

Alfred Nagel, CSU-Fraktionssprecher, war da anderer Meinung. Er sei selbst ein begeisterter Radlfahrer, erzählte er. „Deshalb möchte ich, dass meine Radwege auch weiterhin gut gepflegt werden.“ Er zweifele, ob das der Fall sein werde, wenn die Wege nicht mehr zwingend genutzt werden müssen. Dass es aber zunehmend zwei Sorten von Radfahrern gibt – Gemütlichkeitsfahrer und schnelle Sportfahrer – sieht auch er als Problem.

Eine weitere Anregung zu der Lösung des Konflikts brachte Walter Sturm (SPD) ein. „Wichtig ist, dass man nicht nur den Süden sieht, sondern möglicherweise auch den Norden“, sagte er. „Vielleicht findet man dort auch eine Umgehungsalternative.“ Er schlug vor, dass sich der Verkehrsausschuss dem Thema annehmen solle.

Dem stimmten die BA-Mitglieder schließlich zu. Claudia Schuri

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