Suche nach einem neuen Nest

Sozialpsychiatrisches Clubheim braucht dringend größere Räumlichkeiten

+

Ludwigsvorstadt: Seit 26 Jahren sitzt das Clubhaus Schwalbennest in der Landwehrstraße – dort wird es jetzt zu eng. Die Einrichtung sucht nach einem neuen Standort.

Viele haben lange in der Psychiatrie verbracht, viele sind auch erwerbsunfähig, haben ihre sozialen Kontakte verloren und säßen alleine zuhause, gäbe es da nicht das Clubhaus Schwalbennest in der Landwehrstraße 22. Hier bekommen die Mitglieder eine Struktur in ihren Tag, haben eine Aufgabe.

Clubhausleiterin Vera Hahn

Allerdings sitzt die Einrichtung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Bayern hier schon seit 26 Jahren und braucht nun mehr Platz. Beispielsweise, um einmal in einem extra Raum in Ruhe ein Gespräch mit einem Mitglied zu führen. Der Bezirk Oberbayern, der die Einrichtung finanziert, hat grünes Licht für mehr Raum gegeben, nur findet sich so leicht nichts. Laut Clubhausleiterin Vera Hahn (Foto) sucht das Haus schon seit Anfang des Jahres, bisher ohne Erfolg. „Die Lage ist dringend“, betont sie in der Sitzung des Bezirksausschusses Altstadt-Lehel.  

Konkret braucht die Einrichtung 400 Quadratmeter Platz. „Auf jeden Fall zwei größere Räume und eine Küche mit circa 25 Quadratmetern“, sagt Hahn. Denn eine strukturierende Tätigkeit im Clubhaus ist, dass gemeinsam Essen zubereitet wird. Jeden Tag kommen 35 bis 40 Erwachsene im Alter zwischen 25 und 75 Jahren in die Einrichtung.

Es gibt zwei Arbeitsgruppen – die einen helfen beim Zubereiten des Frühstücks und beim Putzen, die anderen kümmern sich um Bürotätigkeiten wie die Annahme von Telefongesprächen. „Wir wünschen uns barrierefreie Räume“, führt Hahn weiter aus. Zentral sollten sie außerdem liegen, als Standort kommen etwa Altstadt, Lehel, Isarvorstadt, Thalkirchen oder Sendling in Frage.

Die ersten Vorschläge kann die Leiterin aus der BA-Sitzung mitnehmen: Bei den Pfarrgemeinden St. Anna oder St. Lukas könne sie einmal nachfragen, schlägt Wolfgang Püschel (SPD), stellvertretender BA-Vorsitzender, vor. Dort gebe es auch Räume, die öffentlich vermittelt würden. Für den Tipp ist Hahn schon einmal dankbar. Es wird sich zeigen, wo sich das Schwalbennest in Zukunft finden wird.

Daniela Bode

Auch interessant:

Kommentare