Stadt ist dagegen

Sendling-Westpark: Fest zum Tag der Nachbarn abgesagt

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Auf der südlichen Fläche könnten einmal Wohnungen gebaut werden.

Drei Monate Vorbereitung waren umsonst –  die Stadt gibt die Fläche zum Feiern nicht frei: Dabei gäbe es Alternativen.

Sendling-Westpark – Es sollte ein gemeinschaftliches Fest werden, das die Nachbarschaft zusammen bringt, die soziale Zusammengehörigkeit festigt und ausbaut.

Kommunalreferat hat eine Absage erteilt

Organisator Christian Behring.

Mehr als drei Monate hat Christian Behring, organisiert in einem Nachbarschaftsnetzwerk, vorbereitet – jetzt die Enttäuschung: Das Kommunalreferat hat eine Absage erteilt.

Deutschlandweit wird am Freitag, 24. Mai, der „Tag der Nachbarn“ gefeiert. Christian Behring wollte das mit mehr als 100 Nachbarn in der Nähe des Luise-Kiesselbach-Platzes zelebrieren. „Mehr als dreieinhalb Monate Vorbereitung – alles umsonst“, klagt der 54-jährige Informatiker.

Bis vor ein paar Wochen schien alles noch bestens zu laufen. „Dann kam ein Schreiben einer Sachbearbeiterin des Kommunalreferats mit einer in meinen Augen fadenscheinigen Begründung“, erklärt Behring. Das Vorhaben sei nicht durchführbar, da auf beiden Grundstücken frischer Rasen gesäht wurde und sie daher nicht belastet werden dürfen.

Andere Flächen stünden zur Verfügung

Auf Hallo-Nachfrage bestätigt das Andreas Sigl vom Kommunalreferat. Ob und wie die beiden Flächen entlang der Garmischer Straße künftig genutzt werden, werde aktuell noch geprüft. Ingo Trömer vom Planungsreferat erklärt, dass aufgrund laufender Vorbescheidsverfahren derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden können.

„Leider verfügen wir über keine anderen Flächen, die für das Fest geeignet sind“, erklärt Sigl. „Unsinn“, meint wiederum Viertel-Chef Günter Keller (SPD) und verweist beispielsweise auf die Schotterfläche direkt auf dem Luise-Kiesselbach-Platz oder den Wessobrunner Platz. Dass die Feier nicht auf dem frischen Rasen stattfinden darf, dafür hat Keller Verständnis. Er betont aber: „Ein solches Fest wäre schon sehr schön gewesen, vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.“

Auf das nördliche Grundstück soll künftig die Freiwillige Feuerwehr ziehen.

Hinsichtlich der Zukunft der Grundstücke klärt Keller auf: „Es wird gerade geprüft, ob auf das nördliche Grundstück die Freiwillige Feuerwehr ziehen kann. Und für die südliche Fläche ist Wohnbebauung im Gespräch.“ Allerdings bleibe die Wiese noch mindestens zwei, drei Jahre erhalten. dbo

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