Solidarisches Miteinander

Westend-Schwanthalerhöhe: Was wird neu 2020? – Jahresvorschau der Bezirksausschuss-Chefs

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Baubeginn für die künftige Rischart-Zentrale an der Hans-Fischer-Straße ist Mitte 2020.

Im Stadtteil Westend_Schwanthalerhöhe wird sich so manches im neuen Jahr ändern. Was für Bauvorhaben geplant sind und was es neues für Umwelt und Bürger geben wird, lesen sie hier...

Eine Brücke die zwei Viertel verbindet, weniger Leerstand im Stadtbezirk oder der stetige Einsatz für Umwelt und Bürger. Den Hallo-Lesern erzählt Sibylle Stöhr (Grüne) Vorsitzende des BA Schwanthalerhöhe, was 2020 in Münchens kleinstem Stadtbezirk ansteht.

• Bauvorhaben 

„Die Eröffnung des Arnulfstegs ist für Ende 2020 geplant. Das birgt hoffentlich eine spürbare Entlastung der Brücken. Das Dönerhaus hat die Stadt leider nicht gekauft. Der Eigentümer hat wohl den Abriss beantragt und will im Neubau Wohnungen und Gewerbe unterbringen. 

Der Arnulfsteg wird Ende des Jahres eröffnet.

Das wird wohl ein Luxusobjekt. Aufgrund der angezeigten Zweckentfremdung des Schnitzelhauses musste der Eigentümer einen Betrag zahlen, der geschmerzt hat und ist dann die Sanierung angegangen. 

Für die Westendstraße 35 gibt es einen Vorbescheid. Dort ist ein Wohnprojekt für wohnungslose Frauen geplant. Die Pläne lassen wir uns noch zuschicken. Es ist wichtig, dass dort etwas reinkommt. 

Beim Haus mit der roten Fahne hingegen ist offen, wie es weitergeht. Die nächste Gerichtsverhandlung bleibt abzuwarten. Wir hoffen natürlich auf einen Erhalt. Das Forum Schwanthalerhöhe ist eingeweiht. Wir wollen dort außerdem das Kinder- und Jugendmuseum, das wäre eine super Ergänzung. 

Die „Spindel“ am Forum Schwanthalerhöhe soll mit dem Kindermuseum überbaut werden – das dauert allerdings noch.

Das Thema ist aber noch in den Referaten, da noch einiges geklärt werden muss. 

Rischart plant an der Theresienhöhe eine neue Zentrale, inklusive gläserner Backstube, Verwaltung, etwa hundert Werkswohnungen und einem Hotel. Die Bauarbeiten sollen Mitte 2020 beginnen. 

Bis auf dem MK2-Gelände die Schule steht, wird es noch etwas dauern. Wir setzen uns nach wie vor für einen Wagenplatz als Zwischennutzung ein. 

Die Schnaderböckstraße, eine kleine Straße zwischen Guldein- und Westendstraße, soll aufgehübscht werden, zu einem Platz mit echter Aufenthaltsqualität. Im Rahmen von Bürger gestalten ihre Stadt wollen wir das angehen. Doch zunächst müssen wir die Gelder beantragen.“

• Verkehr und Umwelt 

„Der Radverkehr steigt, da kommen wir um eine Umwandlung nicht herum Die Aufteilung des öffentlichen Raums gehört überdacht. Der Radweg an der Ridlerstraße muss ausgebaut werden. Und die nicht vorhandene Radwegverbindung in die Innenstadt ist ein Dauerbrenner. 

Wir bekommen viele Anträge für mehr Radlständer. Auf der alten Schwanthalerhöhe in den 30er-Zonen wollen wir an den Kreuzungen neue Fahrradstellplätze schaffen. Und wir brauchen Abstellmöglichkeiten für Lastenräder, unter anderem vor Supermärkten. 

Überlegungen zu Leihrad-Sharing-System

Außerdem gibt es Überlegungen zu einem Leihrad-Sharing-System, mit Service-Stationen am Gollier- oder Georg-Freundorfer-Platz. Das könnten wir mit dem Stadtteilbudget finanzieren. Es wird geprüft, welche öffentlichen Gebäude man noch begrünen kann. 

Und wenn wir mehr Radlständer haben, lassen sich auch die Baumgräben begrünen. Und wir schauen, wo sich Flächen entsiegeln lassen. Der Bavariapark wird im Moment saniert. Außerdem soll in dem ehemalige Wärterhäuschen eine Nutzung für Kinder und Jugendliche untergebracht werden.“

• Kultur und Party(lärm)

„Im Viertel pflegen wir ein solidarisches Miteinander. Damit das so bleibt, muss man auch was dafür tun. Beispielsweise mit unseren jährlichen Kunst- und Kulturtagen. Gerne hätten wir einen öffentlichen Bücherschrank – oder auch mehrere. 

Allerdings ist das aufwändiger als man denkt, denn ein Träger muss die auch betreuen. Das Multikulturelle Jugendzentrum wird im Februar im Stadtrat behandelt. Baubeginn ist vielleicht 2022. Währenddessen wird es eine Containerlösung auf dem Georg-Freundorfer-Platz geben – so bleiben die Spiel- und Grünflächen erhalten. 

Sogenannte „Parklets“ wird es auch heuer wieder geben, allerdings vermutlich nicht mehr an der Parkstraße.

Wir haben viele Anträge zu Parklets im nächsten Jahr bekommen. Wahrscheinlich nicht mehr in der Parkstraße, da gab es viele Beschwerden der Anwohner, aber vielleicht in der Tulbeckstraße bei der Kita oder in der Westendstraße. 

Was den Partylärm angeht, machen wir viel mit Mediation und AKIM. Die Konflikte werden vermutlich zunehmen. Erst wurde wieder eine Freischankfläche, die der BA abgelehnt hatte, genehmigt. Wir haben ein Schreiben des Oberbürgermeisters erhalten – Ober sticht nunmal Unter.“

dbo

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