Projekt „Kinder-Aktionskoffer“

Mit einem Koffer das Viertel verbessern

Auf der Schwanthalerhöhe können Kinder Ideen für den Stadtteil einbringen

Schönere Spielplätze? Weniger Müll? Oder doch sichere Straßen? Viele Kinder wissen ganz genau, was sie in ihrem Stadtteil stört. Auf der Schwanthalerhöhe können sie sich bald dafür einsetzen, dass sich etwas ändert – mit Hilfe eines roten Koffers.

Das Projekt „Kinder-Aktionskoffer“ kommt ins Viertel. „Ziel ist nicht nur, dass die Kinder ihren Stadtteil erforschen, sondern auch, dass wirklich etwas verbessert wird“, erklärt Marion Schäfer vom Münchner Kinder- und Jugendforum. Von März bis Juli heißt es deswegen: Kinder an die Macht.

Alles, was die jungen Viertelbewohner zwischen sechs und 14 Jahren dazu brauchen, finden sie in dem roten Aktionskoffern: Umhängetaschen, einen Sofortbilddrucker, zwei Digitalkameras oder ein Stempelset zum Beispiel.

Mit einem Fragebogen können erste Themenideen gesammelt werden, später machen sich die Kinder selbst auf den Weg, um zu recherchieren. „Sie können einen Streifzug durch die Stadt machen“, so Schäfer. Unterschriftensammlungen, Interviews mit Passanten oder eine Fotodokumentation, alles ist möglich. Bei Projekten in anderen Stadtvierteln haben einige Teilnehmer auch spezielle Aktionen geplant, um so zusätzliche Aufmerksamkeit für ihr Projekt zu gewinnen.

Zum Abschluss des Kinder-Aktionskoffer-Einsatzes gibt es ein Kinderforum im Stadtteil, bei dem über alle Verbesserungsvorschläge diskutiert und abgestimmt wird. Für die Anträge übernehmen dann Erwachsene aus Politik und Verwaltung eine Patenschaft. In einem Vertrag erklären sie sich bereit, den Kindern bei der Umsetzung der Ideen zu helfen.

„Nach einem Jahr wird veröffentlicht, welche Ergebnisse zustande gekommen sind“, erklärt Marion Schäfer. So soll sichergestellt werden, dass die Vorschläge nicht einfach in einer Schublade verschwinden.

Bei dem Projekt auf der Schwanthalerhöhe mitmachen können zum Beispiel Schulen, Horte, Vereine oder andere Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten. Es ist geplant, dass es für den Stadtteil drei Koffer geben wird. Einer wird in der Stadtbibliothek, Schießstättstraße 20c, sein, einer bei der IG Feuerwache, Ganghoferstraße 41, und einer bei der flexiblen Jugendhilfe, Heimeranstraße 53.
cla

Für alle Betreuer, die Interesse haben, sich mit einer Kindergruppe an dem Projekt zu beteiligen, findet am Mittwoch, 29. März, von 14 bis 17 Uhr ein Workshop bei der IG Feuerwache, Ganghoferstraße 41, statt.

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