Engstelle am Gollierplatz

BA Schwanthalerhöhe fordert Schranke für „Stöpsel“

Immer wieder fahren Autos und Laster unerlaubterweise durch das Nadelöhr am Gollierplatz. Damit soll nun endgültig Schluss sein – findet der BA und hat einen Antrag gestellt.
+
Immer wieder fahren Autos und Laster unerlaubterweise durch das Nadelöhr am Gollierplatz. Damit soll nun endgültig Schluss sein – findet der BA und hat einen Antrag gestellt.

Schwanthalerhöhe: Regelmäßig passieren Autofahrer den Gollierplatz über eine Engstelle – obwohl sie es nicht dürfen. Jetzt fordert der Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe eine Schranke.

Wenn man auf der westlichen Seite des Gollierplatzes steht und die durchfahrenden Autos von beiden Seiten der Trappentreustraße beobachtet, könnte man meinen, es handle sich um eine ganz normale Straße. Dabei braucht man nur einen Blick auf das Straßenschild zu werfen, um deutlich zu sehen, dass sämtliche Autofahrer, die durch die Engstelle fahren, verbotswidrig handeln: „Linienverkehr, Schulbusse, Taxi und Radfahrer frei“ heißt es, alle anderen müssen abbiegen. Weil sich ein erheblicher Anteil der Autofahrer daran nicht hält, fordert der Bezirksausschuss (BA) Schwanthalerhöhe nun entweder eine Schranke oder eine Ampel.

Bürger beschweren sich

Bei der letzten Sitzung des BA 8 hatte eine Bürgerin erneut die problematische Situation am sogenannten „Stöpsel“ vorgetragen. Innerhalb von zehn Minuten würden dort 20 Autos unerlaubt hindurch fahren. Das sei gefährlich und zudem eine Lärmbelästigung. Laut Rudolf Stadler von der zuständigen Polizeiinspektion 14 handle es sich bei einem Großteil der erwischten Autofahrer um Anwohner. Man würde immer wieder kontrollieren und dann würde sich die Situation auch kurzfristig verbessern – aber eben nicht auf Dauer.

BA will "rigorosere Maßnahmen"

Da bisher weder das Schild noch Mahnungen nachhaltige Besserungen gebracht haben, hat der BA nun einen Antrag bei der Stadt gestellt. Zum einen soll eine Lösung des Problems mithilfe einer Schranke geprüft werden, zum anderen die Möglichkeit einer Ampel. Im Plenum stellte man sich vor, dass diese dann nur von Bus- und Taxifahrer auf Grün geschalten werden könne.

„Man glaubt ja an das Gute im Menschen. Aber wenn es nicht funktioniert, muss man eben zu rigoroseren Maßnahmen greifen“, erklärte BA-Chefin Sibylle Stöhr (Grüne) und hofft, dass die vorgeschlagenen Möglichkeiten von der Stadt „wohlwollend geprüft“ werden. Denn wolle hier keinen zweiten Mittleren Ring, sondern den Verkehr raus aus dem Viertel haben. dbo

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare