BSA Siegenburger Straße

Zumindest der Schimmel ist weg

Die Bezirkssportanlage an der Siegenburger Straße ist in desaströsem Zustand.

Vor dem Neubau der Sportanlage wurden wenigstens die schlimmsten Missstände behoben.

Verschimmelte Duschen und Umkleidekabinen, marode Gebäude: Die Bezirkssportanlage in der Siegenburger Straße ist in einem desaströsem Zustand. Jetzt gibt es immerhin kleine Verbesserungen. Experten der Stadt haben herausgefunden, dass ein undichtes Heizungsrohr für die Schimmelbildung verantwortlich ist. Vor kurzem wurden deshalb dort Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Auch die Neubaupläne werden konkreter. Langfristig sollen das Betriebsgebäude und die Freisportflächen inklusive zwei Kunstrasenplätze neu errichtet werden. Wie in der Sitzung des Bezirksausschusses Sendling-Westpark bekannt gegeben wurde, startet 2017 wohl die Vorplanung.

Der BA-Vorsitzende Günter Keller forderte bei einem Gespräch mit Günter Schwarz, dem Leiter des städtischen Sportsamts, in die Planungen miteinbezogen zu werden. So möchte der BA unter anderem sicherstellen, dass die Bedürfnisse von Frauen und Männer gleichermaßen beachtet werden. Ziel ist, auf eine gendergerechte Nutzung zu achten, zum Beispiel bei der Planung der Umkleidekabinen. Mitreden bei der Nutzerbedarfsplanung dürfen voraussichtlich außerdem der FC Ludwigsvorstadt und der BSC Sendling. Diese beiden Vereine haben auf der Anlage ihre Heimat

Wenn alles klappt, kann der Bau in den Jahren 2019/2020 beginnen. Dann ist mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren zu rechnen.

Eine Lösung wird bis dahin weiterhin für die Parkplatzprobleme gesucht. Denn die Sportler haben die Befürchtung, dass es für sie künftig noch schwieriger werden könnte, einen Stellplatz zu finden, weil der FC Bayern den benachbarten Audi Dome ausbauen möchte. Die Kapazität der Spielstätte der Basketballer soll von 6700 auf 7600 Zuschauerplätze erweitert werden. Außerdem ist eine Umwandlung des bisherigen Pressebereichs in Gastronomie- und Verkaufsflächen geplant. Ein neuer Pressebereich soll stattdessen in bisherigen Nebenräumen entstehen. Insgesamt soll das Vorhaben rund 2,5 Millionen Euro kosten.

Der Bezirksausschuss Sendling-Westpark hat grünes Licht dafür gegeben. Allerdings unter einer Bedingung: Das Planungsreferat soll einen detaillierten Nachweis über die zusätzlichen Stellplätze bringen, die im Rahmen des Ausbaus geschaffen werden. Denn eigentlich stand in der Baugenehmigung für das früher noch Rudi-Sedlmayer-Halle genannte Gebäude, dass für die Vereine HCL Rot-Weiß, SC Armin, FC Ludwigsvorstadt und BSC Sendling insgesamt 60 Stellplätze bereitgestellt werden müssen. Doch in der Praxis wird es so gehandhabt, dass die Parkplätze bei Veranstaltungen im Audi Dome trotzdem belegt sind. Die Parkfläche an der Siegenburger Straße/Breitachstraße steht zwar meistens allen zur Verfügung – während des Oktoberfestes und Events im Audi-Dome ist der Platz jedoch ganztags geschlossen.

Nach Voranmeldung können zwar bis zu zehn Parkplätzen für die Sportvereine freigehalten werden, diese Regelung hat sich aber in der Praxis als nicht praktikabel erwiesen. Der Bezirksausschuss möchte sich deshalb dafür einsetzen, dass die 60 Stellplätze tatsächlich nachgewiesen werden.

Langfristig ist unklar, wie es mit der Basketball-Halle weitergeht. Es gibt Überlegungen, dass der FC Bayern gemeinsam mit EHC Red Bull München im Olympiapark eine Multifunktionshalle für die Basketballer und die Eishockey-Spieler baut. Rund 10 000 Zuschauer sollten darin Platz haben. Die Pläne schienen zunächst auf Eis zu liegen, doch nach Uli Hoeneß Rückkehr als Präsident gibt es wieder Gespräche dazu. Sollten sie umgesetzt werden, müsste die Parkplatzsituation für die Vereine sowieso neu bewertet werden.

Claudia Schuri

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