Radweg an der Elsenheimerstraße

Wo radelt es sich am besten?

Fahrbahn, Radschutzstreifen, Radweg und ein Bürgersteig: So sieht die Elsenheimerstraße aus.

Wie es mit dem Radweg an der Elsenheimerstraße weitergeht, erregt Bürger und Bezirksausschuss.

Eine Autofahrbahn, ein Fahrradschutzstreifen, daneben noch einmal ein abgetrennter Radweg und daran anschließend ein Fußweg – so sieht die Elsenheimerstraße derzeit aus. Geht es nach der Stadt, wird sich das bald ändern: Es wird diskutiert, den abgetrennten Radweg zugunsten eines Gehweges wieder zurück zu bauen. Doch viele Bürger sind davon nicht begeistert: Eine Sorge, die auch viele Laimer haben. „Ich sehe hier viele Risiken“, erklärte beispielsweise Rudolf Edhofer bei der Laimer Bürgerversammlung und beantragte, den Radweg neben dem Bürgersteig beizubehalten. Die anwesenden Laimer stimmten dem mit deutlicher Mehrheit zu. Auch unter den Bezirksausschussmitgliedern ist das Thema umstritten.

Denn der Unterausschuss Umwelt und Verkehr hatte sich zu einem Ortstermin getroffen. Das Ergebnis: Das Gremium sprach sich mehrheitlich dafür aus, die Schutzstreifen durch Radfahrstreifen zu ersetzen. Letztere dürfen nur von Radfahrern befahren werden, erstere bei Bedarf auch von anderen Fahrzeugen, solange die Sicherheit von Radlern nicht gefährdet wird. Der abgetrennte Radweg würde bei dieser Lösung aber, wie es auch der Empfehlung des Kreisverwaltungsreferats entspricht, wegfallen. „Das ist sicher und kleine Kinder können sowieso mit einer Begleitperson auf dem Bürgersteig fahren“, sagte Ingo Westcombe-Benn (Grüne).

Die CSU dagegen kritisierte diese Variante: „Ich finde es relativ dürftig“, sagte Alexandra Gaßmann. „Es sind zum Beispiel auch Mütter mit Anhängern oder Senioren, die nicht mehr so sichere Radfahrer sind, unterwegs. Für sie wird es gefährlicher.“

Ein Gutachter jedoch kam zu einem anderen Ergebnis. Demnach ist ein Schutz- oder Radfahrstreifen sicherer, weil die Radler für Autofahrer so besser sichtbar seien und es zu weniger Konflikten mit Fußgängern käme.

Der Bezirksausschuss entschied sich schließlich mit den Stimmen von SPD und Grünen schließlich mehrheitlich für den Radfahrstreifen. Außerdem soll das Baureferat prüfen, ob eine Busspur auf der Straße möglich wäre. Das hatte eine Bürgerin beantragt.

Claudia Schuri

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