Partnachplatz

Polizei und Viertelpolitiker kritisieren Angstraummelder

Der Partnachplatz wurde von Bürgern als „Angstraum“ gemeldet – doch die Polizei kann alle Besorgten beruhigen.
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Der Partnachplatz wurde von Bürgern als „Angstraum“ gemeldet – doch die Polizei kann alle Besorgten beruhigen.

Sendling-Westpark: „Der Partnachplatz ist nicht gefährlich“

„Wir sehen den Partnachplatz definitiv nicht als gefährlichen Ort“, beruhigte Christian Wittstadt, Leiter der Polizeiinspektion 15, in der vergangenen Bezirksausschusssitzung die Viertelpolitiker und die Bevölkerung. Angst vor Gewalt brauche dort niemand haben, betonte er.

Hintergrund ist eine Aktion des Stadtrats Michael Kuffer (CSU), der im Internet eine Seite eingerichtet hatte, auf der Bürger „Angsträume“, also Orte, an denen sie sich in München nicht sicher fühlen, melden können. In den ersten zehn Tagen haben rund 170 Bürger mitgemacht und den Partnachplatz auf Rang zehn der besorgniserregenden Plätze gewählt.

Ein Ergebnis, das sowohl bei den Viertelpolitikern als auch der Polizei für Unverständnis sorgte. „Der Partnachplatz ist auf keinen Fall auffällig, das gleiche gilt auch für den Westpark“, betonte Wittstadt von der Polizei. „Der Bezirk ist sehr sicher.“

Eine Einschätzung, die die BA-Mitglieder zu hundert Prozent teilen. „Ich hatte am Partnachplatz nie Bedenken“, betonte Sabrina Böcking (FDP). Sie ist jetzt vielmehr besorgt darüber, dass die schlechte Darstellung negative Folgen haben könnte. „So etwas kann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden, wenn die Leute deswegen nicht mehr dort hingehen“, sagte sie. Auch deshalb waren viele der BA-Mitglieder sauer darüber, dass so eine Diskussion überhaupt entstanden ist. Während die CSU-Mitglieder die Verantwortung dafür vor allem Journalisten zuschoben, sahen die anderen Fraktionen Kuffer in der Schuld. „Es ist billige Effekthascherei mit so etwas an die Öffentlichkeit zu gehen“, ärgerte sich BA-Vorsitzender Günter Keller (SPD).
cla

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