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Polizei räumt überfüllten Zug - Tritte und Beleidigungen gegen Beamte

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Polizei am Hauptbahnhof München
Am Hauptbahnhof München musste die Polizei einen überfüllten Zug räumen © Matthias Balk/dpa

Die Bahn musste am Münchner Hauptbahnhof die Polizei zur Hilfe rufen, um einen überfüllten Zug zu räumen. Pärchen leistet erbittert Widerstand

München Polizeibeamte haben Sonntagnacht am Hauptbahnhof München einen überfüllten Zug räumen müssen. Der Alex in Richtung Regensburg war überfüllt. Eine Durchsage des Zugführers, dass Reisende aussteigen müssen, damit der Zug losfahren kann, wurde ignoriert. Gegen 0:30 Uhr bat die Deutsche Bahn die Bundespolizeiinspektion München um Unterstützung.

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Aggressives Verhalten bei Räumung des Zugs am Hauptbahnhof München

Die Beamten schickten einige Reisende aus dem Zug. Darunter waren unter andrem eine 44-Jährige aus Bobingen und ein 40-Jähriger. Beide reagierten laut Polizei aggressiv und uneinsichtig gegenüber den Beamten. Immer wieder störten sie die Maßnahme und kamen den mehrmals ausgesprochenen Platzverweisen nicht nach.

Die Polizisten versuchten, sie gewaltsam wegzuschaffen. Hierbei leisteten beide Widerstand. Sie sperrten sich und wollten sich wiederholt loszureißen, sodass beide gefesselt werden mussten. Die 44-Jährige trat dabei einer Beamtin mit dem Fuß gegen das Schienbein und beleidigte sie. Auch auf der Wache setzte sie ihre Beleidigungen fort.

Hauptbahnhof München: Frau filmt Beamte

Nachdem sie auf die Dienststelle gebracht worden war, filmte die Frau die Beamten und teilte mit, die Aufnahmen auf „Instagram“ eingestellt zu haben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München wurde eine Blutentnahme sowie die Sicherstellung des Mobiltelefons angeordnet. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen konnte sie die Wache freien Fußes verlassen.

So lief die G7-Kundgebung

Gegen die 44-Jährige wird wegen Widerstands und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung und wegen eines Verstoßes gegen das Kunst- und Urhebergesetz ermittelt.

Ihr 40-jähriger Begleiter aus Rostock (Atemalkoholmessung ergab 1,33 Promille) wurde nach Abschluss der Maßnahmen ebenfalls auf freiem Fuß belassen. Die eingesetzten Beamten wurden, ebenso wie die beiden Störer der Amtshandlung, nicht verletzt und waren weiterhin dienstfähig.

9-Euro-Ticket als Ursache für überfüllten Zug

Es liegt nahe, dass die Überlastung des Zuges aufgrund der hohen Anzahl an Inhabern von 9-Euro-Tickets entstand. Eine genau Anzahl über die Auslastung des Zuges und wie viele Personen durch die Bundespolizei von der Mitfahrt ausgeschlossen wurden, liegt nicht vor.

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