Die große Jahresvorschau

Viertel-Chef: "Laim muss sich umstrukturieren"

In Laim stehen einige Veränderungen an. Hier verrät der Bezirksausschuss-Vorsitzende Josef Mögele was sich 2017 alles tut und welche Entwicklungen im Bezirk ihm Sorgen machen.

Tram-Westtangente:

Josef Mögele

„Sehr wichtig für das Viertel ist die Westtangente (unten). 2017 werden dafür die genauen Pläne vorgestellt. Ich sehe das Projekt positiv. Dass es dadurch zu einem Verkehrschaos an der Fürstenrieder Straße kommt, glaube ich nicht. Das Problem ist vielmehr, dass es noch keinen Autobahn-Südring gibt.

Wichtig ist, dass die Westtangente mit der zweiten Stammstrecke, der Umweltverbundröhre und der Umgestaltung des Laimer Bahnhofs abgestimmt wird. Bis die Westtangente wirklich kommt, wird es sowieso noch dauern, 2017 rollen sicher noch nicht die Bagger.“

Wohnungsbau und Nachverdichtung

„In der alten Heimat rund um den Kiem-Pauli-Weg werden die Gebäude saniert und es entstehen Neubauten. Die Renovierungen starten 2017. Ansonsten gibt es im neuen Jahr noch kleinere Verdichtungen, vor allem dort, wo jetzt noch viele Einfamilienhäuser stehen. Bis der Bau der neuen Siedlung an der Zschokkestraße/Westendstraße beginnt, dauert es noch. Im Februar fällt erst die endgültige Entscheidung für einen Entwurf. Generell nimmt die Verdichtung in den nächsten Jahren stark zu, das wird zu einem Problem. Wenn man immer mehr Wohnungen schafft muss man auch die Infrastruktur dazu schaffen. Nicht immer läuft Nachverdichtung mit Maß und Ziel. Wenn man in Laim eine Verdichtung von zehn Prozent hat, sind das rund 5000 Einwohner. Dann ist das Viertel voll.“

Das ehemalige Beck-Haus

„Hier wird nächstes Jahr hoffentlich endlich gebaut. Es ist furchtbar, dass das Gebäude schon seit 30 Jahren leer steht. Jetzt wartet jeder darauf, dass endlich die Baugenehmigung kommt. In das Haus soll ein Edeka reinkommen. Diese Pläne finde ich gut, es ist positiv, dass es eine neue Einkaufsmöglichkeit gibt. Eine Visualisierung (oben) zeigt, wie das Gebäude aussehen soll.“

Kinderbetreuung

„Wir hatten ein Riesendefizit bei der Kinderbetreuung und sind noch immer dabei das aufzuholen. Im neuen Jahr gibt es rund 300 neue Kinderbetreuungsplätze. Zum Beispiel wird spätestens im Sommer das neue Kinderhaus an der Hogenbergstraße eröffnet.“

Langfristige Entwicklung von Laim

„Das Viertel wird sich umstrukturieren müssen. Zur Zeit stimmt die Struktur nicht mehr. Es gibt zwar immer mehr neue Wohnungen, aber in der Geschäftswelt passiert nichts. Wir haben fast keine Geschäfte für den öffentlichen Bedarf und relativ wenige Arbeitsplätze. Laim ist ein Schlafviertel. Dabei ist es wichtig, dass es eine Mischung aus Arbeitsplätzen, Wohnen und Grün gibt. Viele Wohnungsgesellschaften wollen auch noch die letzten grünen Flächen bebauen, das geht so nicht weiter. Da wäre auch der Gesetzgeber gefragt.“

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