Oktoberfest 2019

Neue Wiesn-Fahrgeschäfte und Gratis-Weißwürst

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Auch heuer ist auf der Wiesn wieder mit einigen Neuerungen zu rechnen. Welche das sind und wie Sie davon profitieren...

Wer in den Genuss der Gratis-Weißwürst kommt, warum eine neue Attraktion eine Sexismus-Debatte auslösen könnte...

München – Noch 53 Tage bis zur Wiesn sind es an diesem Vormittag, an dem der neue Referent für Wirtschaft und Arbeit, Clemens Baumgärtner (CSU), berichtet, was heuer geboten und verboten ist. 

Erstmals ist die Stadt Eigentümer der Homepage www.oktoberfest.de – bislang hat sie einer Privatperson gehört, die die Seite schon vor mehr als zehn Jahren angemeldet hatte. Doch im vergangenen Jahr hat die Stadt sie gekauft. Für welche Summe, das will der Wiesnreferent aus Harlaching nicht verraten, nur: „Sie war jeden Cent wert.“ 

Ob die Maß jeden Cent wert ist, muss hingegen jeder selbst wissen: Sie kostet zwischen 10,80 und 11,80 Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Bierpreis zwischen 10,70 und 11,50 Euro (Hallo berichtete).

Das neue Wiesn-Wimmelbuch.

Speziell für chinesische Besucher des Oktoberfestes bieten einige Schausteller heuer Alipay – sprich, sie können mit dem Handy online bezahlen. 

Eine Holzbildhauerin – Jessica Strixner – hat das diesjährige lizenzierte Buch der Wiesn gestaltet: Das „Wiesnwimmelbuch“ mit acht handgezeichneten Wimmelbildern.

Acht neue Fahrgeschäfte

Auf der Wiesn gibt es heuer acht neue Fahrgeschäfte, vier davon feiern in München ihre Premiere. Insgesamt stehen 167 Fahrgeschäfte am Oktoberfest. Die Neuheiten im Überblick:

  1. Die fantastische Welt der virtuellen Irrealität hält auch auf der Wiesn Einzug. Und zwar mit einer Abenteuerbahn der nächsten Generation, mit „Dr. Archibald – Master of Time“. Die Virtual Reality-Brille aufgesetzt und schon tauchen die Besucher in eine imaginäre Welt, werden Teil eines Abenteuers, jagen Dinosauriern hinterher und ergründen futuristische Städte.
  2. Traditioneller ist da der „Bayern Tower“, eine Art überdimensionaler Maibaum aus Stahl, der 90 Meter in die Höhe ragt. Am Gipfel des Towers hängen 16 Gondeln, die mit 65 km/h durch die Luft schwingen. Definitiv nur was für Schwindelfreie. 
  3. Bayerisch soll es auch in dem Unterhaltungsgeschäft „Münchner Ski Party“ zugehen. Auf 400 Quadratmetern irren Besucher durch ein Glas-Labyrinth, durch Hindernisparcours oder einen Springbrunnentunnel. Um dem Namen gerecht zu werden: Es gibt auch eine Schneekanone. 
  4. Sexistisch oder Gaudi? Ziemlich Retro jedenfalls ist das Fotostudio „Be Marilyn“. Das Konzept ist denkbar einfach: Windmaschinen jagen die Dirndl in die Höhe wie bei Ikone und Sexsymbol Marilyn Monroe. 
  5. Familientauglich soll „Kinzlers Pirateninsel“, eine Achterbahn mit 105 Metern Schienenlänge sein. Außerdem: „Krasse Kurven hat sie“, berichtet der neue Wiesn-Referent Clemens Baumgärtner (CSU). 
  6. Griechisch-antik gestaltet ist Groß-Wildwasserbahn „Poseidon. Im Reich der Götter“
  7. Nichts für schwache Nerven und ganz neu ist der Spinning Coaster – also eine Achterbahn, bei der sich die Gondeln vertikal drehen – „Heidi – the Coaster“, mit 430 Metern Schienenlänge, 58 km/h und einem Lift, der die Gondeln in die Höhe katapultiert. 
  8. Zwar 2001 erbaut, aber erstmals auf der Wiesn ist der „Spinning Racer“, den auch die Münchner Firma Maurer, die das Riesenrad im Werksviertel aufstellte, miterrichtete. Dabei drehen sich die Sitze der Achterbahn.

Oide Wiesn

Im Museumszelt geht es um die Geschichte der Schaustellerei, der Eintritt kostet bis 21 Uhr drei Euro, danach ist er frei. Außerdem gibt es eine Bonbon-Manufaktur – die mit einer 100 Jahre alten Bonbonwalze hergestellt werden.

Sicherheit

Verboten sind auch in diesem Jahr Taschen und Rucksäcke, lediglich kleine Handtaschen, die maximal 20 cm x 15 cm x 10 cm groß sind, dürfen mit aufs Festgelände.

Das ist neu in den Festhallen

  1. Handwerker aufgepasst – wer am zweiten Wiesnmontag zwischen 10 und 12 Uhr in Berufskleidung kommt, bekommt zwei Weißwürste und eine kleine Brezn. 
  2. Im Armbrustschützenzelt gibt es heuer ein Schafkopfturnier. Am Donnerstag, 3. Oktober 10.15 bis 15.30 gibt es in der Boxe „Rehbock“ Plätze für 160 Kartenspieler.

hm/hki

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