„Wir sollten alle öfter mal Schmolch sein!“

Neues Kunstwerk: Schmolch-Mädchen und -Opa in der Passauer Straße

Die Bronzeskulptur steht für ein gelungenes Miteinander von Jung und Alt in der Gewofag-Siedlung .
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Die Bronzeskulptur steht für ein gelungenes Miteinander von Jung und Alt in der Gewofag-Siedlung .

Sendling-Westpark: Für ein gelungenes Miteinander stehen die Schmolche. Nun gibt es zwei mehr in München.

Ein kleines Schmolch-Mädchen überreicht einem Schmolch-Opa, der auf einer Bank sitzt, eine Blume. Begegnung der Generationen – so heißt dieses Kunstwerk, das nun auf dem Platz vor der Passauerstraße 118 enthüllt wurde.

Es ist nach Riem, Friedenheim, dem Piusplatz und Berg am Laim der fünfte Standort der Schmolche (eigens erfundene Fabelwesen des Künstlers) des Baldhamer Künstlers Steffen Schuster. Angefangen hat die Reihe der „Fabelwesen“ 2005 mit der Schmolchwand in Riem. An einem Haus neben den Riemarcarden tummeln sich 18 Schmolche in der Wand. Einer schläft, einer trinkt, ein paar spielen Ball, ein Liebespaar sitzt einfach nur da. „Es ist ein Aufruf zur Toleranz – leben und leben lassen“, erklärt Schuster.

Bei seinem neuesten Werk handelt es sich um eine Begegnungssitutation. Nebenan befindet sich ein Mietercafé – hier kommen die Bewohner, jung und alt, zusammen. „Man sieht sich, nickt sich zu, vielleicht braucht man sich einmal“, erzählt Schuster. Bleibt aber noch die Frage, was ein Schmolch überhaupt ist? In gewisser Hinsicht, sei er das Gegenteil vom Menschen, sagt Schuster: „Ein Schmolch nimmt alles nicht so ernst, von dem kann man sich hinsichtlich Gelassenheit was abschauen. Wir sollten alle viel öfter mal Schmolch sein!“ dbo

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