Kiem-Pauli-Weg

Neue „Alte Heimat“: Jetzt als Buch

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Laim: Der Nachbarschaftstreff porträtierte die soziale Siedlung in Laim und deren Bewohner.

Die Siedlung „Alte Heimat“ um den Kiem-Pauli-Weg wurde 1958 gegründet, um ausgebombten Münchnern eine neue Heimat zu geben. Finanziert wurde sie mit Spenden der Bürger und durch zusätzliche Gelder vom Bund, die Stadt stiftete das Grundstück. So bemerkenswert ihre Gründungsgeschichte ist, so beachtlich ist der Gemeinschaftssinn der Bewohner, der bis heute anhält. Davon zu lesen ist in dem Buch „Neue Alte Heimat“, das ab dieser Woche erhältlich ist. Herausgegeben wird es vom Jane Addams Zentrum, dem Träger des Nachbarschaftstreffs der Alten Heimat.

Die Siedlung wird von der Gewofag im Auftrag des Kommunalreferats verwaltet. Klaus-Michael Dengler, Geschäftsführer der Gewofag, ist von der Alten Heimat beeindruckt. Schließlich sei die Siedlung bis 2012 ohne wesentliche Änderung erhalten geblieben und es gäbe einen sehr positiven Zusammenhalt unter den Bewohnern. Und er habe von ihnen für andere Gewofag-Projekte gelernt: „Die Beteiligung der Bewohnerschaft ist unglaublich wichtig. Wir werden sie auch in Zukunft noch mehr einbinden“, erklärt Dengler. Denn wenn man gemeinsam zu einem Ergebnis komme, dann werde dieses auch gemeinsam akzeptiert.

Wie beispielsweise die umstrittene Sanierung der Siedlung seit Anfang des Jahres. Am Kiem-Pauli-Weg werden in zwei Bauabschnitten 363 Wohnungen instand gesetzt, die Arbeiten umfassen zwölf Gebäuderiegel. Dabei saniert die Gewofag unter anderem die Fassaden und Elektroinstallationen. Sie erneuert die Beleuchtungen und Sprechanlagen und setzt die Balkone und Terrassen instand. Außerdem werden vor den Hauseingängen neue Vordächer sowie Rollatoren- und Fahrradstellplätze errichtet. Der erste Bauabschnitt ist in der finalen Phase, die Fassaden werden bis Weihnachten fertiggestellt. Erste Häuser werden aktuell bereits ausgerüstet. Die Treppenhaussanierung im ersten Bauabschnitt wird aller Voraussicht nach bis Frühjahr 2018 finalisiert. Zeitgleich beginnt im kommenden Frühjahr der zweite Bauabschnitt. Ende 2018 sollen dann alle Arbeiten abgeschlossen sein.

„Es kursierte ja das Gerücht, dass die Siedlung abgerissen werden soll – was natürlich nicht stimmt. Sie soll nur behutsam aufgewertet werden“, erklärt Dengler. Denn die Alte Heimat sei „wohnlich nicht so modern“.

Edwin Grodeke, der Vertreter des Kommunalreferenten, verglich die Alte Heimat mit einer Perle: Sie sei ein Schmuckstück, das eben hin und wieder aufpoliert werden müsse.

dbo

Neue Alte Heimat – Porträt einer sozialen Siedlung, Hrsg.: Jane Addams Zentrum, zehn Euro Bewohner der Siedlung erhalten das Buch gegen eine Spende von vier Euro im Alte Heimat Treff.

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