Mehr Kultur erwünscht

Warten auf das Kulturbürgerhaus – „Wie lange noch?“ fragen sich Bürger

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Karge Fläche statt Kultur: Auf dem Grundstück neben der Zulassungsstelle soll ein Neubau entstehen. Nur wann endlich?

Neben der Zulassungsstelle soll ein Neubau entstehen. Bürger fordern eine schnelle Realisierung des Kulturbürgerhauses. Inzwischen wurde ein Antrag auf Vorbescheid von der Lokalbaukommission genehmigt...

Sendling-Westpark/Laim – Auf dem städtischen Grundstück an der Westend-/Ludwigshafener Straße ist ein Stadtteilkulturzent- rum für die Bezirke Laim (25) und Sendling-Westpark (7) geplant. 

Rainer Härtl stellte bei der Bürgerversammlung für den siebten Stadtbezirk den Antrag, die Planung und Realisierung des Projekts voranzutreiben. „Bitte nennen Sie uns einen realistischen Termin, wann wir endlich ein Kulturbürgerhaus bekommen“, forderte Härtl. 

Der Datenschutzbeauftragte ist der Meinung, dass sein Stadtbezirk in Sachen Kultur „stiefmütterlich“ behandelt wird. „Wir haben das Feierwerk für die ganz Jungen und das ASZ für die ganz Alten – aber sonst eigentlich nichts“, beschwert sich Härtl. 

Auf dem Grundstück neben der Zulassungsstelle soll ein Neubau entstehen. Nur wann endlich? Das fragen sich Viertelbewohner wie Rainer Härtl.

Auch die beiden Viertel-Chefs Günter Keller (BA 7, SPD) und Josef Mögele (BA 25, SPD) sind angesichts der Situation verärgert. Dadurch, dass mehrere Referate am Projekt Kulturbürgerhaus beteiligt sind – darunter Kommunalreferat, KVR und Kulturreferat – würde alles sehr lange dauern. 

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern der beiden BAs, ist dabei, eine Satzung für einen Kulturverein zu erarbeiten. Dieser soll einmal Träger des Kulturbürgerhauses werden. In dem Neubau, der auf dem Grundstück neben der Zulassungsstelle gebaut werden soll, sind außerdem Büroräume für das KVR und ein Haus für Kinder in Planung. 

Antrag auf Vorbescheid genehmigt

Inzwischen wurde ein Antrag auf Vorbescheid von der Lokalbaukommission (LBK) genehmigt, sagt Jenny Becker vom Kulturreferat. Federführend wird das Projekt im Kommunalreferat bearbeitet. 

Daraus heißt es: „Da sich der Hauptnutzer KVR beziehungsweise dessen ursprünglich für die Verwaltungsflächen vorgesehene Abteilung aktuell in einer Umstrukturierungsphase befindet, wurde nochmals ein Raumbedarfsprogramm angefordert.“ 

Wann gebaut wird, ist noch unsicher

Zudem werde hier auch ein neues Büroraumkonzept realisiert. Sobald seitens des KVR ein Raumbedarfsprogramm erstellt worden ist, wird das Kommunalreferat den Vorplanungsauftrag als ersten Schritt mit dem Baureferat erarbeiten. 

„Zum Zeitplan können wir im Kulturreferat keine Angaben machen“, sagt Sprecherin Jenny Becker. Sendling-Westparks Viertel-Chef Keller möchte nur eine vorsichtige Prognose wagen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass vor 2022 gebaut wird.“

dbo

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