Entwürfe werden ausgestellt

Alles neu in der Auferstehungskirche: So will sich die Gemeinde verändern

Die Backsteinkirche aus dem Jahr 1931 ist denkmalgeschützt.
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Die Backsteinkirche aus dem Jahr 1931 ist denkmalgeschützt.
In der Vision zweier TUM-Studentinnen ist die Kirche ein gedrehter Neubau.
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In der Vision zweier TUM-Studentinnen ist die Kirche ein gedrehter Neubau.
Im Innenraum des Altbaus – welcher als „Markt“ verstanden wird – können in Regalen Waren, Werkzeuge, Infomaterial und mehr ausgestellt werden.
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Im Innenraum des Altbaus – welcher als „Markt“ verstanden wird – können in Regalen Waren, Werkzeuge, Infomaterial und mehr ausgestellt werden.
Der Neubau soll zu einem intimen und im Kontrast zum belebten Marktkomplex, individuell erfahrbaren Raum gemacht werden – ohne Fenster.
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Der Neubau soll zu einem intimen und im Kontrast zum belebten Marktkomplex, individuell erfahrbaren Raum gemacht werden – ohne Fenster.
Im Glockenturm könnten Wohnungen entstehen, eine Wendeltreppe unterteilt die Appartements.
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Im Glockenturm könnten Wohnungen entstehen, eine Wendeltreppe unterteilt die Appartements.
Bernd Berger ist seit März Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche im Westend.
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Bernd Berger ist seit März Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche im Westend.

Wie kann man die Menschen wieder in die Kirchen locken? Geht es nach Pfarrer Bernd Berger und zwei Studentinnen der TUM gibt es dafür zahlreiche Ideen...

Westend – Es ist kein Geheimnis, dass der Kirche die Leute davon laufen und gerade immer weniger junge Menschen sich einer Gemeinde zugehörig fühlen. 

Einer, der sich damit nicht abfinden will, der in die Zukunft blickt, ist Bernd Berger. Berger ist seit März Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche im Westend und hat große Pläne: Sowohl baulich als auch inhaltlich soll die Gemeinde an der Gollierstraße Ecke Geroltstraße umgestaltet werden. 

Ab Freitag, 11. Oktober, werden in der Kirche Entwürfe von TU-Studenten ausgestellt.

Vision: „Multifunktionskirche“

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit haben Studenten des Lehrstuhls für Raumkunst und Lichtgestaltung unter dem Motto „Vision Auferstehung 25“ Ideen für die Umgestaltung entwickelt. 

Initiiert wurde das Projekt von Berger, der selbst die Vision einer Kirche hat, die sich „multifunktional ins Viertel öffnet.“ Die nicht nur eine Bezugsgröße für Gemeindemitglieder ist, sondern für alle Bürger im Viertel.

Aber nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch baulich soll die Auferstehungskirche verändert werden. Die Backsteinkirche selbst von 1931 steht unter Denkmalschutz, ebenso wie das nebenan gelegene Ledigenheim. Pfarr- und Gemeindehaus dürfen hingegen abgebrochen werden. 

Co-Working, Café & Wohnungen

„Wir haben hier ein diffiziles bauliches Ensemble in das sich der Neubau einfügen muss“, sagt Berger. 900 Quadratmeter Fläche stehen für einen Neubau zur Verfügung. „Ich kann mir Co-Working-Spaces vorstellen und ein Café, außerdem soll das Migrationszentrum miteinziehen. Und wir sind mit verschiedenen Partnern bezüglich möglicher Wohnprojekte im Gespräch“, verrät Berger. Finanziert wird das Vorhaben von der Landeskirche, dem Dekanat, aus Eigenmitteln und Spenden.

Die Entwürfe der Studenten findet Berger „allesamt inspirierend“. Er wünscht sich in den kommenden Tagen einen regen Austausch mit den Viertelbewohnern. Nächstes Jahr könnte der Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. 2025 – daher „Vision 25“ – hofft Berger Richtfest zu feiern.

Daniela Borsutzky

Die Eröffnung der Ausstellung „Vision Auferstehung 25“ findet am Freitag, 11. Oktober, um 18 Uhr in der Kirche, Gollierstraße 55, statt. Die Ergebnisse des Projekts sind von Samstag, 12. Oktober bis Freitag, 18. Oktober, zu sehen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Einen Festgottesdienst mit anschließendem Empfang gibt es am Sonntag, 13. Oktober, um 10 Uhr. Die Predigt hält Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.

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