Kommt jetzt die Radarkontrolle?

Gegen Raser: Messgerät beantragt – BA will noch heuer mit Erfassung von Verkehrsdaten starten

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Dass in der Siegenburger Straße regelmäßig zu schnell gefahren werde, sei im BA Sendling-Westpark kein Geheimnis – nur beweisen könne man es eben nicht.

Der Münchner Süd-Westen will Rasern nach wie vor den Kampf ansagen. Bereits im letzten Jahr wurden entsprechende Anträge gestellt. Passiert ist bis dato allerdings nichts...

Sendling-Westpark – Ein Jahr ist es her, dass der Bezirksausschuss Sendling-Westpark den Kampf gegen Raser selbst in die Hand nehmen wollte: Im Mai 2018 stellten die Viertelpolitiker den Antrag, im Rahmen des Stadtbezirksbudgets ein Geschwindigkeitsmessgerät zur unabhängigen Verkehrsdatenerfassung anzuschaffen – um damit Beschwerden von Anwohnern über zu schnelles Fahren in ihren Straßen nachgehen zu können (Hallo berichtete). Andere Viertelgremien, unter anderem der BA Schwanthalerhöhe, sprangen auf den Zug auf, doch passiert ist bisher nichts.

Das Problem lag zunächst in der Zuständigkeit: „Monatelang haben sich die Referate den Schwarzen Peter zugeschoben – dafür, dass die Sache doch wieder beim KVR gelandet ist“, regt sich Westparks Viertel-Chef Günter Keller (SPD) auf.

Er hatte schließlich Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) um Unterstützung gebeten, denn zu lange dauerte ihm das „Hin und Her zwischen Direktorium, Baureferat und KVR“. 

In der schriftlichen Antwort Strobls heißt es nun: „Das KVR wird nach einer kurzfristigen Abklärung von Detailfragen mit den BAs das notwendige Konzept erstellen.“ Falls erforderlich, werde es in Abstimmung mit dem Baureferat zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen beim Stadtrat beantragen.

Es mangele an Rückmeldung für Projektvorschläge

Bereits einige Male habe Keller seinen Vorschlag hinsichtlich der Handhabung an die Verwaltung herangetragen, ohne eine „fundierte“ Rückmeldung bekommen zu haben. „Meine Anregung wäre, dass man ein Ingenieurbüro beauftragt, sich um alles Technische zu kümmern und wir als BA bekommen dann die Daten. Die Kosten vom Büro werden wiederum aus dem Budget gedeckt.“ 

Immerhin gehe aus der Antwort Strobls nun erstmals hervor, dass die vom BA gewünschte automatische Erhebung der Daten zum Geschwindigkeitsverhalten und den Fahrzeugzahlen in ausgewählten Straßen als städtische Leistung akzeptiert wird.

Dass es nochmals ein Jahr dauert, bis der BA sein Geschwindigkeitsmessgerät endlich bekommt, will Keller verhindern: „Vor der Sommerpause möchte ich zumindest noch einen Terminplan – Ziel ist es, dass wir noch in diesem Jahr messen.“ Die genaue Stelle werde man nochmals im Gremium besprechen, bei der Siegenburger Straße sieht Keller jedoch „großen Bedarf“.

Daniela Borsutzky

Warten aufs Messgerät – Warum sich auch in Aubing nichts tut

Der Aubinger Bezirksausschuss ist sich sicher, dass auf der Aubing-Ost-Straße regelmäßig zu schnell gefahren wird – nur beweisen kann er es bisher nicht.

Aubing – Um Rasern auf die Spur zu kommen, stimmte der Aubinger Bezirksausschuss vor einem Jahr einstimmig dafür, sich ein Seitenradar-Gerät zu kaufen (Hallo berichtete). Doch seither ist nichts passiert. 

Der Antrag sei irgendwo versackt, vermutete Initiator Thomas Hampel (SPD). Viertelchef Sebastian Kriesel widersprach: „Es waren noch viele Fragen offen. Deshalb sollte der Unterausschuss Verkehr Regeln erarbeiten, unter anderem wo das Gerät aufgestellt und gelagert werden soll und wer die Daten auswertet.“

Von diesem Vorgehen zeigte sich Hampel irritiert. Es sei unüblich, dass ein beschlossener Antrag nicht direkt an die Stadt weitergeleitet werde. „Es ging damals darum, erst mal eine Genehmigung zu bekommen. Vorher brauchen wir nicht stundenlang im Unterausschuss zu diskutieren.“ Letztendlich einigte sich der Bezirksausschuss darauf, den damaligen Antrag weiterzuleiten.

Doch selbst wenn das Gremium den Vorschlag bereits im Juni 2018 an die Stadt weiter gegeben hätte, wäre das Projekt jetzt wohl noch nicht viel weiter. Das zeigte sich im Bezirksausschuss Sendling-Westpark, der im Mai 2018 denselben Antrag gestellt und auch weitergeleitet hatte (siehe oben). 

Andreas Schwarzbauer

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