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Was für ein Theater

Generationenprojekt „Zeitmaschine“: Hier spielen Senioren mit Demenz für Grundschulkinder

Aufbauend auf einem Perspektivwechsel und den Ähnlichkeiten der Rituale in der Schule und im Heim lädt das Projekt „Zeitmaschine“ zu einem Generationendialog ein. Die Probe-Aufführung kam bei den Hortkindern gut an.
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Aufbauend auf einem Perspektivwechsel und den Ähnlichkeiten der Rituale in der Schule und im Heim lädt das Projekt „Zeitmaschine“ zu einem Generationendialog ein. Die Probe-Aufführung kam bei den Hortkindern gut an.
Seit Anfang März probt die Seniorengruppe für die Aufführung von „Zeitmaschine“.
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Seit Anfang März probt die Seniorengruppe für die Aufführung von „Zeitmaschine“.
Ilona Häußler (Mitte) genießt das Rampenlicht. Aufgeregt sei sie keinesfalls gewesen.
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Ilona Häußler (Mitte) genießt das Rampenlicht. Aufgeregt sei sie keinesfalls gewesen.
Ingeborg Braun (rechts) ist eine großartige Vorleserin.
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Ingeborg Braun (rechts) ist eine großartige Vorleserin.
Die Besonderheit der Aufführung: Die betagten Schauspieler haben Demenz oder andere Krankheiten.
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Die Besonderheit der Aufführung: Die betagten Schauspieler haben Demenz oder andere Krankheiten.
Die Aufführung besteht aus Märchen-Szenen, vermischt mit eigenen Erfahrungen der Darsteller. 
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Die Aufführung besteht aus Märchen-Szenen, vermischt mit eigenen Erfahrungen der Darsteller. 
Dramaturgin Dorothea Streng vom Theaterkollektiv „what you see is what you get“.
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Dramaturgin Dorothea Streng vom Theaterkollektiv „what you see is what you get“.
Die Kinder sind begeistert, sie lachen, verstehen und geben noch Tipps für die große Aufführung.
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Die Kinder sind begeistert, sie lachen, verstehen und geben noch Tipps für die große Aufführung.

Theater von Alten für Junge: Beim Generationenprojekt „Zeitmaschine“ proben betagte Schauspieler, die unter Demenz oder anderen Krankheiten leiden, für eine Aufführung für Grundschüler.

„Kein bisschen aufgeregt“ ist Ilona Häußler vor der Aufführung. Die gebürtige Münchnerin ist ein echter Sonnenschein – 47 Jahre sei sie alt, erzählt sie verschmitzt. Häußler ist Bewohnerin des Seniorenzentrums Residenzia an der Murnauer Straße. Zusammen mit Ingeborg Braun und vier weiteren Senioren probt sie seit Anfang März für eine Theateraufführung mit dem Titel „Zeitmaschine“. Das Besondere: Die betagten Schauspieler haben Demenz oder andere Krankheiten.

Dramaturgin Dorothea Streng vom Theaterkollektiv „what you see is what you get“ erklärt: „Wir erarbeiten Szenen für Kinder im Grundschulalter. Denn Außenseiter, Querköpfe und beste Freunde gibt es nicht nur in der Schule, sondern auch im Altenheim.“

Engagement tut auch den Senioren gut

Ingeborg Braun hat früher in einer Laiengruppe Theater gespielt. Wie lange sie schon in der Residenzia wohnt, weiß sie nicht mehr so genau. Sie hat Spaß daran, in eine andere Rolle zu schlüpfen und „sich einfach mal auf etwas anderes zu konzentrieren“. 

Dorothea Streng bestätigt: „Es ist aufbauend für die Senioren, wenn sie eine Wirkung in der Welt da draußen haben. Denn wenn man im Altersheim lebt, kommt man mit dem Außerhalb kaum noch in Berührung.“

Positive Resonanz von den Kindern

Zwar hört Ingeborg Braun nicht mehr ganz so gut – aber beim Vorlesen macht ihr kein Märchenonkel etwas vor. Bei der Probe-Aufführung vor etwa 20 Hortkindern mimt sie Frau Holle während Ilona Häußler die Rolle der Goldmarie verkörpert. Es sind Szenen aus dem Märchen, vermischt mit eigenen Erfahrungen der Darsteller. 

Den Kindern gefällts, sie lachen, verstehen und geben noch Tipps für die große Aufführung – zum Beispiel eine Perücke für Pechmarie, das wäre toll.

Daniela Borsutzky

Die szenische Werkschau unter dem Titel „Zeitmaschine“ ist am Samstag, 6. Juli, um 14 Uhr in der Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, zu sehen. Eintritt frei – Spenden für Darsteller willkommen.

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