Der Wiesn-Start des „Security-Chefs“

Knapp 1000 Mitarbeiter im Einsatz – Wie Securitas für Sicherheit auf der Wiesn sorgt

Alexander Dolde ist Sicherheitschef am "härtesten" Abschnitt der Wiesn: dem Haupteingang.
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Alexander Dolde ist Sicherheitschef am "härtesten" Abschnitt der Wiesn: dem Haupteingang.

„Am Sonntagmorgen hatte ein Tourist einen Regenschirm dabei, bei dem man den Griff als Schwert herausziehen konnte. Zwar aus Metall, aber nicht scharf...“

Schwanthalerhöhe – Das Kurioseste, das bisher ein Besucher auf die Wiesn hineinschmuggeln wollte. "Aber selbstverständlich durfte er das nicht mitnehmen!“, erzählt Alexander Dolde. 

Der 33-Jährige, der für den Sicherheitsdienst „Securitas“ arbeitet, kommt aus Jüchen, einer Kleinstadt mit etwa 23 000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen. 

Am ersten Wochenende musste er rund eine Million Wiesn-Besucher abfertigen – denn Dolde ist Abschnittsleiter am Haupteingang. Der wohl „härteste Abschnitt“, denn hier kommt der größte Besucherstrom an – sowohl von der Hackerbrücke als auch von der Paulskirche.

Zum zweiten Jahr in Folge ist „Securitas“ für die Sicherheit auf der Wiesn zuständig. Knapp 1000 Mitarbeiter sind abwechselnd im Einsatz. Etwa 150 kommen aus Bayern, der Rest reist aus ganz Deutschland an – wie Dolde, für den die Aufgabe eine Leidenschaft ist. 

„Das größte Volksfest der Welt ist wohl die größte Herausforderung. Und ich liebe es.“ Dabei war er selbst noch nie privat auf der Wiesn. 

Auch die Zeit zwischen den Schichten nutzt er nicht für einen Besuch sondern zum „runterkommen“ – denn anstrengend sei sein Job, soviel Spaß er auch macht, allemal. „Aber für nächstes Jahr habe ich mir vorgenommen, mal einen privaten Tag einzulegen.“

Insgesamt seien die ersten Tage friedlich verlaufen: „Es ist wie im letzten Jahr: Frauen diskutieren gerne, wenn sie mit ihren großen Prada-Taschen reinwollen – Männer pöbeln, wenn sie mit Maßkrügen raus wollen.“ 

Seit letztem Jahr gibt es einige Neuerungen: „So langsam haben die Besucher verinnerlicht, was erlaubt ist und was nicht. Letztes Jahr mussten wir massiv Hirschfänger abnehmen, mittlerweile sind es weniger geworden.“ 

Daniela Borsutzky

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