Am S-Bahnhof Hackerbrücke

Hoch ansteckend: Mann (38) mit Infektionskrankheit bespuckt Bundespolizisten

Am S-Bahnhof Hackerbrücke kam es gestern Nacht zu einem ekelerregenden Zwischenfall...
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Am S-Bahnhof Hackerbrücke kam es gestern Nacht zu einem ekelerregenden Zwischenfall...

Eine widerliche Art, sich zur Wehr zu setzen: Ein 38-jähriger Mann, der laut Datenabgleich an einer hochansteckenden Infektion leidet, hat einen Bundesbeamten angegriffen...

Laim/Schwanthalerhöhe –  Am späteren Dienstagnachmittag, etwa gegen 17 Uhr, wurde eine Streife der Bundespolizei zum Bahnsteig des S-Bahn-Halts Hackerbrücke entsandt. Angeblich hatte dort ein 38-jähriger afrikanisch-stämmiger Mann mehrere Reisende belästigt. Unter anderem soll er einer 25-jährigen Frau ins Gesicht gefasst und diese Festgehalten sowie einem 21-jährigen Syrer bedroht haben. 

Noch vor Ort wurden die Personalien des Täters aufgenommen: Demnach ist der Mann in Wolfratshausen wohnhaft und stammt gebürtig aus Nigeria. Da er sich gegenüber den Beamten äußerst aggressiv verhielt, wurde er gefesselt und in Gewahrsam genommen.

Täter ließ sich nicht beruhigen und wehrte sich mit Speichel

Doch der Mann wollte sich nicht beruhigen: Vom Rücksitz des Dienstwagens aus spuckte er plötzlich einem 20-jährigen Bundespolizisten ins Gesicht.

Wie sich etwas später im Rahmen des Datenabgleich herausstellte, wird der Nigerianer im System mit dem Hinweis „Ansteckungsgefahr“ geführt. Mit welcher Krankheit er tatsächlich infiziert ist, ist nach wie vor nicht bekannt. 

Der 20-jährige Beamte beendete seinen Dienst zwar regulär, begab sich anschließend aber umgehend in ärztliche Behandlung um per Bluttest abzuklären, ob er durch die Spuck-Attacke infiziert wurde.

38-Jähriger droht sich selbst zu gefährden

Keine Beruhigung in Sicht: Auf dem Revier, versuchte der Festgenommene sich selbst zu verletzen.

Auch, als sich der 38-Jährige bereits in Gewahrsam der Bundespolizei befand, ließ er sich nicht beruhigen. Stattdessen versuchte er sich durch Kopfstöße selbst zu verletzten. Ihm wurden vorsorglich Fußfesseln angelegt und man setzte ihn für die kommenden Stunden unter ständige Beobachtung.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft und nachdem der Mann sich im Laufe des weiteren Abends endlich wieder beruhigt hatte, konnte er die Dienststelle gegen 23 Uhr freien Fußes verlassen.

Der Nigerianer, der 2004 erstmals ins Bundesgebiet eingereist war und im Besitz einer Duldung bis einschließlich 24.Oktober 2019 ist, trat bereits mit den Deliktsfeldern Gewalt und Eigentum polizeilich in Erscheinung. Nun kommt eine Anzeige wegen Tätlichem Angriff und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung und Bedrohung hinzu.

Quellen: Bundespolizeiinspektion München/reb

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