Aus für das Geisteranwesen

Apartment-Hotel statt Dönerhaus

Etwa 15 Jahre lang wurde das „Dönerhaus“ lediglich von Tauben und Ratten bewohnt. Künftig sollen an dieser Stelle Gäste beherbergt werden.
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Etwa 15 Jahre lang wurde das „Dönerhaus“ lediglich von Tauben und Ratten bewohnt. Künftig sollen an dieser Stelle Gäste beherbergt werden.

Jahrelang stand das Gebäude an der Schwanthalerstrae 119 leer – zur Aufregung zahlreicher Anwohner. Ein Bauantrag wird aktuell geprüft 

Update: 21. Oktober 2020

Wo einst der Schandfleck der Schwanthalerhöhe jahrelang vor sich hin gammelte, klafft nun eine Lücke: Im Frühjahr rollten die Bagger an der Schwanthaler Ecke Schießstättstraße an und machten das sogenannte „Dönerhaus“ dem Erdboden gleich. Jetzt wird bekannt: Künftig soll hier ein Aparthotel entstehen.

Das alte Dönerhaus in der Schwanthalerstraße 119.

Im Mai 2019 hatte der Münchner Bauträger Biermeier Bauwerte GmbH das Anwesen für 4,85 Millionen Euro in einer Zwangsversteigerung erworben. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine konkreten Planungen für das Grundstück – Wohnungen, ein Hotel und eine Gaststätte im Erdgeschoss standen zur Debatte. Jetzt ist die Nutzung festgelegt: „Der Lokalbaukommission liegt ein Bauantrag für den Neubau eines Aparthotels mit Tiefgarage vor, der aktuell geprüft wird“, bestätigt Ingo Trömer, Sprecher des Planungsreferats, auf Hallo-Nachfrage.

In der jüngsten Bezirksausschuss-Sitzung wurde das Gremium hinsichtlich des Bauvorhabens angehört. „Wir sehen das kritisch“, sagt Viertel-Chefin Sibylle Stöhr (Grüne). „Natürlich hätten wir lieber bezahlbare Wohnungen gehabt. Doch uns sind die Hände gebunden.“

Auf dem etwa 200 Quadratmeter großen Grundstück ist ein Apartment-Hotel mit etwa 30 Zimmern und Tiefgarage geplant. Eigentümer Josef Biermeier hält sich bedeckt. Detaillierte Informationen und Visualisierungen des Neubaus möchte er erst herausgeben, „sobald die Genehmigung in dieser Form in Aussicht gestellt wird.“ Willy Mundigl, Vorsitzender des Unterausschusses Bauen, Planen, Wohnungsbau und Gewerbe, habe gehört, dass im Sommer kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werden könnte.

Dem BA ist nun wichtig, dass es während der Bauphase geregelt zugeht. „Es handelt sich hierbei um ein uneinsichtiges Eck“, sagt Stöhr. Immer wieder gebe es Beschwerden, gerade von Eltern, die um das Wohl ihrer Kindern besorgt sind. Chaos innerhalb der Baustelleneinrichtung sei daher zwingend zu vermeiden.

Döner-Haus: Anwesen im Westend zwangsversteigert – was dort jetzt entstehen soll

Erstmeldung: 20.05.2019

Schwanthalerhöhe – Es kommt Bewegung in den langjährigen Stillstand beim sogenannten „Döner-Haus“ an der Schwanthalerstraße 119: Für 4,85 Millionen Euro hat die Biermeier Bauwerte GmbH das seit 2005 leerstehende Haus bei einer Zwangsversteigerung erworben und angekündigt, es abreißen zu wollen. 

Was dann kommt? „Es gibt derzeit noch keine konkreten Planungen für den Neubau“, sagt Geschäftsführer Josef Biermeier auf Hallo-Anfrage. Wohnungen, ein Hotel, und eine Gaststätte im Erdgeschoss stünden zur Debatte. „Wir müssen uns derzeit einen Überblick verschaffen“, erklärt Biermeier. „Wie steht es um den Denkmalschutz, welche Baugenehmigungen und Ausnahmeregelungen gelten?“

Und wie kommt der Besitzerwechsel des Hauses im Viertel an? Bezirksausschuss-Vorsitzende Sybille Stöhr (Grüne) zeigt sich froh, dass endlich etwas passiere. „Ganz groß“ sei der Stein aber noch nicht, der ihr vom Herzen fällt. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Stadt das Gebäude kauft“. 

Jetzt werde man mit der Immobilienfirma in Verbindung treten, um über das weitere Vorgehen in Kenntnis gesetzt zu werden. „Es wäre natürlich wünschenswert, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht. Wir hoffen auf ein Ergebnis, das dem Stadtteil zugute kommt“, sagt Stöhr.

An der Nymphenburger Straße 40 hat die Biermeier GmbH ein Projekt umgesetzt, das als Referenz dienen könnte. „Ein Gebäude in diesem Stil würde sich anbieten“, sagt Biermeier. Bevor der Beschluss rechtskräftig wird, bleiben dem ehemaligen Eigentümer jetzt 14 Tage, um Beschwerde gegen den Zuschlag einzureichen.

Sebastian Obermeir

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