Polizei hatte viel zu tun

Wiesn und Kriminalität: Polizei zieht Bilanz zur Halbzeit 

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Die Polizei im während der Wiesn stets im Einsatz. 

Bei der Wiesn läuft die Polizei zu Höchstform auf. Die Münchner Polizei und die Bundespolizei sind stets im Einsatz: Wie das Oktoberfest bis jetzt verlaufen ist...

München – Die Münchner Polizei blickt am 9. Festtag, und damit zur Halbzeit der Wiesn, trotz 1010 Einsätzen, auf einen bislang ruhigen Verlauf. Die positive Entwicklung des Vorjahres setzt sich fort.

Bemerkenswert sind mit Blick auf die hohen Besucherzahlen die grundsätzlich sehr positive und friedlich Grundstimmung bei den Besuchern und das seltene Auftreten von aggressionsgeneigten Situationen. 

Sinnbildlich dafür stehen die regelmäßig bei der Öffnung des Geländes anstehenden Besucher, welche geordnet und gut gelaunte den Einlass abwarten, und an den Kontrollstellen des Sicherheitsdienstes durch einen großen Kooperationswillen einen schnellen Einlass ermöglichen.

Wie auch in den Vorjahren zeichnen sich unter den bislang 465 Straftaten eine Häufung in jenen Delikten ab, die durch das Umfeld eines großen Volksfestes begünstigt werden. 

Dazu gehören die Körperverletzungsdelikte, Diebstahldelikte sowie durch intensive Kontrollen auch der Bereich der Betäubungsmittelkriminalität. 

Im Bereich der Sexualdelikte ist festzustellen, dass die angezeigten Fälle sich mit Blick auf die Besucherzahlen auf einem niedrigen Niveau bewegen. Der überwiegende Anteil der Taten bezieht sich dabei auf Handlungen, die das Anfassen/Betatschen oder Beleidigungen mit sexueller Grundlage umfassen.

Die grundsätzliche Zahl der Straftaten entspricht im Vergleichszeitraum damit etwa dem Niveau des Vorjahres und wird von uns als positive Entwicklung gesehen. 

Insgesamt kam es im Rahmen der Strafverfolgung zu 253 Festnahmen.

Alle Zahlen bis einschl. Veranstaltungsende am Samstag, 28.09.2019 (entspricht 8.Wiesntag).

 

Dabei kommt neben Hinweisen über den Notruf auch der aufmerksamen Beobachtung dieser Personengruppe durch die zivilen und uniformierten Einsatzkräfte eine große Bedeutung zu.

Einsatzstarke Stunden am Wochenende für die Bundespolizei

Am Samstag und in der Nacht auf Sonntag hatte die Bundespolizei hauptsächlich am Hauptbahnhof München und an der Hackerbrücke, auf welcher ein massives Reisendenaufkommen zu verzeichnen war, viel zu tun. Überwiegend waren die Beamten mit Körperverletzungsdelikten und beschäftigt.

Am Samstagvormittag...
hatte ein 69-Jähriger seine Koffer unbeaufsichtigt im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofes zurückgelassen. Von einer Streife der Bundespolizei darauf angesprochen, reagierte der Senior aggressiv, beleidigt die Beamten mehrfach und schlug um sich, sodass er gefesselt werden musste.

Bei der Durchsuchung förderten die Polizisten ein verbotenes Springmesser und zwei fremde Geldkarten zu Tage. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Die Bundespolizisten zeigten den Wohnsitzlosen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Diebstahls und Verstoßes gegen das Waffengesetz an.

Am späten Nachmittag...
kam es auf einem Bahnsteig im Hauptbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren alkoholisierten Personen. Dabei schlug erst ein 52-Jähriger nach einer Streitigkeit einer 21-Jährigen ins Gesicht. 

Der gleichaltrige Freund der Geschädigten wiederum setzte daraufhin den Angreifer mit einem Schlag außer Gefecht. Der gebürtige Münchener kam zur weiteren Behandlung in eine Zahnklinik.

Samstagabend...
erlitt ein Wiesn-Besucher in einem Regionalexpress mehrere leichte Verletzungen im Kopfbereich. Zwei Männer, im Alter 46 und 47 Jahren beleidigten den Bielefelder und schlugen gemeinschaftlich auf den 55-Jährigen ein. Der genaue Tathergang ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Kurz vor Mitternacht...
schlug ein 18-Jähriger aus dem Landkries Weilheim-Schongau mit einem Masskrug auf einen Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof ein, da dieser angeblich nicht funktionierte. 

Durch die Einwirkungen trug der Automat überraschenderweise keine äußeren Schäden davon. Gegen den jungen Mann wird wegen versuchter Sachbeschädigung ermittelt.

Nach Mitternacht...
herrschte an der Hackerbrücke hohes Reisendenaufkommen in Richtung des S-Bahnsteiges. In dem Gedränge drängelte sich eine Gruppe von drei Personen (18, 23 und 23 Jahre) an der Hackerbrücke an anderen Reisenden vorbei um die S-Bahn zu erreichen. 

Ein 49-jähriger Münchner soll die Drei daraufhin zunächst verbal angegangen sein und später einer 23-jährigen Münchnerin einen Schlag im Kopfbereich gegeben haben. Sicherheitskräfte und Beamte der Bundespolizei trennten die Situation. Es wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Gegen 01:00 Uhr des Sonntages...
machte ein 24-jähriger aus dem Landkreis München auf Bundespolizisten auf der Hackerbrücke den Anschein, als wolle er eine Bierflasche von der Brücke auf den vollen Bahnsteig werfen. Als er einem daraufhin erteilten Platzverweis nicht nachkommen wollte, wurde er einer Personenkontrolle unterzogen. Im Zuge dessen soll er eine Beamtin körperlich angegangen sein. Sie blieb unverletzt. Es wird wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Quelle: PolizeiPräsidium München/ Bundespolizei/jh

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