Wiesn macht`s vor

13 Tonnen Müll weniger auf der Wiesn 

+
Müll auf dem Oktoberfest: Ein Kehrfahrzeug der Stadtreinigung fährt bei Dunkelheit am Riesenrad vorbei.

Das Oktoberfest bemüht sich die Unmengen Abfall, welche es produziert in den Griff zu bekommen. Wie das gelang und wie 15 Tipps für die Müllvermeidung zuhause...

München – Die Wiesn ist vorbei und nicht nur für Kellner und Schausteller waren es zwei Wochen Hochbetrieb. 

Das Oktoberfest 2019 erforderte wieder einen umfangreichen Einsatz der Straßenreinigung des Baureferats. Neben den Sonderschichten beim Einzug der Wiesnwirte und dem Trachtenumzug herrschte jede Nacht ab zirka 2 Uhr Hochbetrieb. Pünktlich bis um 8 Uhr morgens war das gesamte Festgelände wieder in einwandfreiem Zustand.

Müll auf dem Oktoberfest: Müllcontainer und Mülltonnen sind am Rande der Theresienwiese vor dem Riesenrad zu sehen.

Insgesamt wurden heuer 88 Tonnen Müll zusammengekehrt und abtransportiert. Pro Nacht waren bis zu 30 Mitarbeiter sowie ein großes Aufgebot an technischem Gerät im Einsatz.

Die Wiesn zeigt sich allerdings kreativ. Sie bemüht sich mit ausgefallenen Maßnahmen um ihren Müllanhäufung zu reduzieren. (Hallo berichtete

Dieses Jahr konnten insgesamt 13 Tonnen Müll vermieden werden.

15 Tipps wie Sie privat Müll vermeiden können 

Tipp Nr. 1
Stoffbeutel statt Plastiktüte Ein uralter Vermeidungstipp, der aber immer noch aktuell ist; (waschbare) Stoffbeutel sind bei häufiger Nutzung wesentlich umweltfreundlicher als Plastiktüten.

Tipp Nr. 2 
Wasser aus der Leitung trinken Das Münchner Leitungswasser hat Mineralwasserqualität und kostet fast gar nichts. Es muss nicht nach Hause geschleppt werden und verursacht keinen Verpackungsmüll.

Tipp Nr. 3 
Coffee-to-go nur im Mehrwegbecher 190.000 Einwegkaffeebecher pro Tag in München sind zuviel. Es gibt Alternativen: eigenen Becher mitbringen, bei einem Mehrwegsystem mitmachen oder sich einfach mal 5 Minuten Zeit nehmen für einen Kaffee aus der Porzellantasse.

Tipp Nr. 4 
Plastikstrohhalme - Nein Danke! 100 Millionen Plastikröhrchen pro Jahr alleine in München müssen nicht sein. Denn wenn wir ehrlich sind: diese Trinkhilfe braucht im Grunde niemand.

Tipp Nr. 5 
Obst & Gemüse offen kaufen Egal ob Wochen- oder Bauernmärkte, Obststandl, der Viktualienmarkt, verpackungsfreie Supermärkte, Food Assemblies oder die Ökokiste: in München gibt es viele Möglichkeiten, unverpackt an die notwendigen Vitamine zu kommen.

Tipp Nr. 6
Brotzeitbox für Schule & Arbeit Transportieren Sie doch das tägliche Pausenbrot einfach in wiederverwendbaren Boxen aus Metall oder Kunststoff anstatt in Einwegverpackungen aus Alufolie, Butterbrotpapier oder Kunststoff.

Tipp Nr. 7 
Milchflasche statt Milchtüte Milch aus der Glasflasche statt aus dem Milchkarton ist umweltschonender und schmeckt auch besser.

Tipp Nr. 8 
Mehrwegflasche statt Getränkekarton Verzichten Sie auf vulominöse Getränkekartons. Limo, Bier, Saft und Wasser gibt es auch in Mehrwegflaschen.

Tipp Nr. 9
Selber kochen statt Lieferdienst Der Lieferdienst garantiert schnelles Essen und eine Menge Verpackungsmüll dazu. Selber kochen spart Geld, macht Spaß und es bleibt viel weniger Abfall übrig.

Tipp Nr. 10
Kuchen backen statt Tiefkühltorte Backe, backe, Kuchen, der Bäcker hat gerufen - und nicht die Tiefkühltruhe. Auf einen selbstgebackenen Kuchen kann man stolz sein und er produziert wesentlich weniger Verpackungsmüll.

Tipp Nr. 11
Kaffeebohne statt Kaffeekapsel Bis zu 30 € für ein Pfund Kapselkaffee und eine Menge Abfall dazu: Bohnenkaffee ist nicht nur mülltechnisch sondern auch preislich eine echte Alternative.

Tipp Nr. 12
Feste feiern nur mit Mehrweggeschirr Mehrweggeschirr aus Porzellan oder Plastik ist leicht zu transportieren. Wer nicht genug Geschirr für seine Veranstaltung hat kann einfach unser Geschirrmobil mieten.

Tipp Nr. 13
Lieber groß statt klein Großpackungen verbrauchen im Verhältnis zu Kleinpackungen wesentlich weniger Verpackungsmüll.

Tipp Nr. 14
Fest statt flüssig Festes Haarshampoo benötigt sehr wenig Verpackung (im Gegensatz zu flüssigem Shampoo).

Tipp Nr. 15
Einweg ist kein Weg Egal ob Rasierer, Feuerzeuge, Kugelschreiber oder Batterien: Mehrwegprodukte sind auf lange Sicht viel verpackungs- und abfallärmer als Einwegsachen.

Quelle: AWM/Stadt München/jh

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen 

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer aktueller Lokalthemen finden Siein unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Horror-Unfall – 70-Jähriger fällt in Aufzugschacht
Horror-Unfall – 70-Jähriger fällt in Aufzugschacht
Tarifstreit beendet: Mehr Geld für Münchner im öffentlichen Dienst
Tarifstreit beendet: Mehr Geld für Münchner im öffentlichen Dienst
Ausgspuit? Billardclub sucht Bleibe
Ausgspuit? Billardclub sucht Bleibe
Dieter Reiter spricht Machtwort: Stadt München kauft Haus im Dreimühlenviertel
Dieter Reiter spricht Machtwort: Stadt München kauft Haus im Dreimühlenviertel

Kommentare