Die Wiesn ist vorbei

Polizei-Bilanz: So lief die Wiesn

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Polizei auf der Wiesn.

Der Gesamttrend aus der Halbzeitbilanz setzte sich erfreulicherweise fort und lässt die Einschätzung – "Qualitätswiesn"– zu.

München – Nach 16 Festtagen auf der Münchner Theresienwiese geht das 186. Oktoberfest zu Ende.

Wenn mit Blick auf das diesjährige Oktoberfest von einer „Qualitätswiesn“ gesprochen wird, dann bedeutet dies im Bereich der Sicherheit vor allem ein hochqualifizierte, intensive Zusammenarbeit zwischen den Akteuren wie Sicherheitsbehörde, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Auch der Umstand, dass die Herausforderungen für die Münchner Polizei sich nicht nur auf das Festgelände, sondern auf den gesamten Zuständigkeitsbereich in Stadt und Landkreis München erstrecken, zeigt die Dimension dieses Einsatzes.

Rund 250 Beamten aus dem gesamten Bundesgebiet waren zu Spitzenzeiten im Einsatz

Sie kamen aus den Bundespolizeiabteilungen St. Augustin, Bad Bergzabern, Bad Düben, Bayreuth, Deggendorf und Hünfeld sowie aus den Direktionen Koblenz, München, Pirna und Stuttgart bzw. dem Aus- und Fortbildungszentrum Bamberg. 

Aber auch aus den bayerischen Dienststellen in Freilassing, Kempten, Passau, Rosenheim, Selb, Waidhaus und vom Flughafen München. „Wir wissen die Unterstützung sehr zu schätzen“, so Vanselow. 

 Insgesamt eine Zunahme an Straftaten zu verzeichnen

Ein Großteil davon wird die Ermittler im Bereich der Gewaltdelikte noch über mehrere Wochen beschäftigen.

Zusammenfassung wichtiger Eckdaten

  • Rückgang der Gesamtstraftatenentwicklung (bei gleichem Besucheraufkommen)
  •  Mehr Aufgriffe bei Kontrollen nach dem Betäubungsmittelgesetz
  • Deutlicher Rückgang von Taschendiebstahlsdelikten
  • Einfache Körperverletzungen auf Vorjahresniveau
  • Geringe Zunahme der Maßkrugschlägereien
  • Leichter Anstieg bei den angezeigten Sexualdelikten
  • Leichter Anstieg der Widerstandshandlungen

Neuer Umgang mit E-Scooter

Die Einführung von öffentlich anmietbaren  E-Scooter in München, stellte die Veranstalter des Oktoberfestes und die Polizei vor eine neue Aufgabe. 

Insbesondere galt es die Wege und Straßen im direkten Umfeld der Festwiese von E-Scootern frei zu halten, um das bestehende Sicherheitskonzept umsetzen zu können.

Das Einfahren in die Sperrringe um das Festgelände wurde durch Kontrollen weitestgehend verhindert. Über 1.100 Scooter konnten an den Sperrringen abgewiesen werden. Zudem war ein Beenden der Fahrt im direkten Wiesnumfeld technisch nicht möglich. 

Insbesondere die Promilleregelung, Fahrbahnbenutzung und das rücksichtslose Führen dieser Fahrzeuge, führen regelmäßig zu ordnungs- und strafrechtlichen Konsequenzen.

So mussten 414 Verstöße wegen Alkoholeinfluss festgestellt werden. 254 Führerscheine wurden sofort sichergestellt. Bei 32 Fahrern konnte präventives Einschreiten der Polizeistreifen eine Trunkenheitsfahrt verhindern.

Videoüberwachung als hilfreich für Aufklärung von Straftaten

Die Videoüberwachungsanlage, bei der 49 Kameras über das Festwiesengelände verteilt im Einsatz sind, leistete in diesem Jahr bei 82 Sachverhalten wieder wertvolle Unterstützungsarbeit. 

Allein in 58 Fällen kam es dabei zu Einsatzlagen, welche überhaupt erst aufgrund der Videobeobachtung durch Polizeibeamte bekannt wurden.

Insbesondere konnten Sexualstraftaten verhindert und Taschendiebe auf frischer Tat verfolgt werden.

Videoüberwachung auch außerhalb der Wiesn

„Hier werden unsere Beamtinnen und Beamten in den kommenden Wochen, insbesondere beim Ermittlungsdienst, noch jede Menge Arbeit vor sich haben, bis alles Vorhandene beweisverwertbar aufgearbeitet sein wird“. 

"Der reibungslose Zu- und Abfluss der Festbesucher ist für unsere Einsatzkräfte der zentrale Schwerpunkt, so Polizeidirektor Jürgen Vanselow zur Aufgabenstellung der Münchner Bundespolizei. 

"Wenn wir im Hauptbahnhof und an der Hackerbrücke trotz weniger Fläche wegen des Umbaus und der Massenproblematik insgesamt nichts Besonderes zu vermelden haben, sind die angepassten Sicherheitskonzepte auch 2019 wieder aufgegangen.“

Auch die Hackerbrücke als Einsatzschwerpunkt der Bundespolizei

Ungebremster Anziehungsmagnet für viele über die Hackerbrücke reisende Wiesngäste - aber auch für etliche Journalisten - war wieder einmal der Lautsprecherkraftwagen.

Wiesn-Polizisten als DJs

"Hier zeigte sich erneut, wer singt und tanzt, kann Wartezeiten besser ertragen, wird weniger aggressiv und befolgt auch notwendige Lenkungsmaßnahmen", so der Inspektionsleiter, der in diesen Jahr zum zwölften Mal den Oktoberfesteinsatz der Bundespolizei leitete.

Quelle: Bundespolizei/Polizeipräsidium München/jh

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